Geschichte des Heimatvereins Calbe (Saale) e.V. und der Heimatstube

 

Kleine Zeittafel der Vereinsgeschichte

Oktober 1972

Die Arbeitsgemeinschaft "Heimatgeschichte" im Kulturbund der DDR gründet sich. Zu den ersten Mitgliedern gehören neun Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Die AG stellt sich die Aufgabe, wichtige aussagekräftige Kapitel der Geschichte unserer Stadt aufzuarbeiten und in Vorträgen, Lichtbilderabenden, Ausstellungen u. ä. dem Bürger unserer Stadt zu vermitteln.                            

Urkunde vom ersten Bollwurstessen

April 1975                                                                                      

Die Leitung der Arbeitsgemeinschaft "Heimatgeschichte" setzt sich aus folgenden drei Bundesfreunden zusammen: Bdfrdn. A. Mikoleit, Bdfrd. H. Schwachenwalde und Bdfrd. A. Pollnow.

 

22.Februar 1978

Aus Anlass des 387. Jahrestages der ersten urkundlichen Erwähnung der Zwiebel in Calbe findet im "Loewe-Club" das erste Bollwurstessen statt.

21.November 1980

Um 15.00 Uhr besichtigen Heimatfreunde die oberen Räume der HOG "Brauner Hirsch". Mit dabei waren: Günther und Jens Feustel, Frau Lorenz, Peter Dahlke, Hanns Schwachenwalde und Alfred Riethmüller. Bei der anschließenden Beratung war man sich einig, dass die Errichtung ein gewaltiges Stück Arbeit bedeutet. Als technischer Leiter, der die Koordinierung der Arbeiten übernehmen sollte, wurde Peter Dahlke benannt.

 

Durch Erzählungen der Erbauer kann man die Situation und die Aktivitäten bis zur Eröffnung am 10. April 1981 wie folgt zusammenfassen:

Die Wohnungen über der Gaststätte "Brauner Hirsch" befanden sich in einem erbärmlichen Zustand. Türen und Fenster waren kaputt und von den Wänden war teilweise der Putz abgefallen. In stinkenden Räumen musste zunächst viel Dreck weggeschafft werden. Danach wurden die alten Öfen beseitigt, Fußbodenbelag entfernt und die alten Dielen herausgeputzt. Zur gleichen Zeit wurde das Dach des "Braunen Hirschs" neu gedeckt, - innen von den Decken der Putz abgeschlagen und die Balken freigelegt - insgesamt hier und auf dem Boden eine große Menge Bauschutt, der dann in Papiertüten nach unten auf bereitstehende Hänger geladen wurde. Mehrere Anhänger voll Schutt mussten abgefahren werden, so z. B. 44 Tüten mit Taubendreck.

Dann erst konnten Tischlermeister Knoche neue Fenster und Türen einbauen bzw. reparieren. Der Zimmermann W. Schuckert schuf im Vorraum eine neue Treppe und verlegte Dielen. Der Putz an den Wänden und Decken wurde erneuert und geglättet. Die Fußböden wurden gesäubert und gestrichen, Balken gereinigt und mit Holzschutzmitteln gestrichen.

Im Versammlungsraum wurden Bänke und Tische aufgestellt. In der kleinen Küche wurden Gasherd und Spüle eingebaut. Die Vitrinen im Ausstellungsraum wurden vom Tischlermeister Ulrich aus Schwarz angefertigt.

Zwischenzeitlich entfernten Peter Maier und Jörgen Schmidt die alten elektrischen Leitungen und ersetzten sie durch neue. Im Flur wurde eine neue Toilette eingebaut.

Nach und nach bekamen alle Räume (Küche, Ausstellungsraum "Stadtgeschichte", Büro, Vereinszimmer) ein gefälliges Aussehen.

                                                                                                       

        Die neu entstandene Heimatstube Calbe im Jahre 1981

 

                                                                              

 

Die Heimatstube Calbe wurde geschaffen und eingerichtet von folgenden Hauptakteuren (Aufbauleitung):                  

 

Karl und Helga Bechthold                                               Gertrud und Helmut Lorenz 

Maria und Wilfried Behrend                                          Anneliese und Günther Feustel

Ursula und Manfred Cuno                                              Ilona und Rudolf Kramer

Hannelore und Peter Dahlke                                           Karola und Joachim Lorenz

Eva und Waldemar Deus                                                 Renate und Peter Maier

Jörgen Schmidt                                                             Karin und Hanns Schwachenwalde

Ursula und Wilhelm Wendt                                            Christa und Lothar Schulz

Rudolf Conrad                                                               Rudolf Bittner     

Heinz Haberland                                                           Heinz Bittner 

 

Auch die Kinder der genannten Familien haben des Öfteren tatkräftig mitgearbeitet.

 

Die elektrischen Anlagen, von der ELBIA spendiert, wurden von Peter Maier und Jörgen Schmidt, die zur Arbeitsgemeinschaft "Kakteen und Sukkulenten" im Kulturbund gehörten, installiert.

 

Die sehr aufwendigen Vorbereitungen organisatorischer, materieller und finanzieller Art konnten im Verlauf des Aufbaus der Heimatstube mit großem Engagement vom Ehepaar Feustel geleistet werden.

Insgesamt leisteten die Genannten über 1000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Mancherlei Spenden und Sachwerte wurden von verschiedenen Betrieben und Einzelpersonen eingebracht, Handwerksleistungen verbilligt beigesteuert.                                                          

 

Wesentliche Unterstützung erhielten die Erbauer weiterhin von:

 

VEB MLK Calbe                             LPG "Pflanzenproduktion" Calbe

VEB Funkwerk Calbe                     PGH "Fundament" Calbe

VEB Gelatinewerk Calbe                PGH "TGA" Calbe

VEB Roland-Bekleidung Calbe        VEB Gebäudewirtschaft Calbe

Rat der Stadt Calbe                      VEB Lederwaren Calbe

ZBE "Leghorn" Barby                    PGH "Saalepolstermöbel" Calbe        

 

Tischlerbetriebe Duphorn, Knoche, Folgmann

Ursula und Lutz Dörfler, weiteren Mitgliedern der AG "Heimatgeschichte", Mitgliedern des Freundeskreises "Fotografie" im Wilhelm-Loewe-Klub, Jugendklub des Klubhauses "Herrmann Worrmann", Buchdruckerei W. Cuno, Malermeister Joachim Lorenz, Maschinenbau W. Wendt

 

Ab April 1981 war die Heimatstube dann jeden Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr für Besucher geöffnet, wobei jeweils eine der genannten Familien den Sonntagsdienst übernahm.

 

 

Die ersten Wochen und Monate des Aufbaus hat Vfrd. Helmut Lorenz, der für sein dichterisches Talent bekannt ist, in einem Gedicht festgehalten.

                    

 

Die Heimatstube Calbe

                                                                                       

Die Stadt, und viele wissen`s schon

hat eine neue Attraktion

Jedes Mädchen, jeder Bube

kennt die neue Heimatstube.

  Die Heldentat - das Auswechseln eines morschen Balkens
     1.Aufbauphase(Schaffung  eines Vereinszimmers

     

In jüngster Zeit, vor Wochen noch,

kannte keiner dieses Loch.

  Die Räume überm "Braunen Hirsch"

lohnten sich für keinen Pirsch.

 

 Gerümpel, Dreck und auch Gestank

  durch Fenster und die Türen drang.

  Uns durchlief ein kalter Schauer,

                                                                                                                            der Wurm im Holz, Schwamm in der Mauer

 

  Wer sollte das in Ordnung bringen

und kann es überhaupt gelingen,

in kurzer Frist, trotz anderer Pflichten

die Heimatstube herzurichten?

 

Nach vielen langen Wortgefechten

fand sich ein "Häuflein der Gerechten".

Das sagte dann dem Rat der Stadt,

zum Zehnten geht die Sache glatt!

 

Man wählte eine Bauleitung

und sieh, die Sache kam in Schwung.

Mit Besen, Hammer, Pinsel, Kelle

begann die Arbeit auf der Stelle.

 

          In Aufbauphase 2 wurde der Dachboden ausgebaut
           Eröffnung der Heimatstube am 10. April 1981

Und Zug um Zug ging es voran,

das Häuflein sprühte vor Elan.

Ob Feierabend, Wochenende,

es regten sich die fleißigen Hände.

 

Nach Wochen waren wir am Ziel,

die Pessimisten wurden still.

Wir drückten nochmals auf die Tube

und fertig war die Heimatstube.

 

Wenn wir die Zeit nun überdenken,

  dann hat trotz Mühe, Plack und Renken,

trotz Arbeit bis zur späten Nacht,

die ganze Sache Spaß gemacht.

 

Heut sagen wir uns Dankeschön,

und wenn wir in die Runde sehn,

dann sagt den Mägden und den Knechten,

das ist das "Häuflein der Gerechten".

 

 

 18. Juni 1982

 

Der zweite Bauabschnitt, d. h. die Ausstellungsräume Handwerk, Landwirtschaft und die "Kleine Galerie" werden übergeben.

In mehr als 3000 Stunden unentgeltlicher Arbeit schufen die Mitglieder diese Räume. Bemerkenswerte Aktion ist der Austausch eines morschen Balkens bei der Erweiterung der Ausstellungsfläche, d. h. Durchbruch zur Küche, die heutige Schusterwerkstatt. Hauptverantwortlich für diese Großtat waren W. Behrendt und L. Schulz.

Vieles in diesen Ausstellungsräumen wurde von Leuten gesponsert, so der Kinderwagen von Rosi Wickmann, die Böttchergeräte von Herrn Grieg, Teile der Landwirtschaft aus Tornitz usw.

Besonders originell war die Einweihung organisiert, als sich Mitglieder in historischen Kostümen mit altem Gerät und Kinderwagen durch die Straßen der Stadt zur Heimatstube begaben.

Volkskünstler Hans Both überreicht als Geschenk das Gemälde "Saalelandschaft".

Zwischenbilanz bei den Besuchern: 2520 Bürger aus Calbe und Umgebung, darunter Gäste aus CSSR, BRD, VR Polen usw.

 

 

Im Frühjahr des Jahres 1985 kommt es zu Spannungen innerhalb der Aufbauleitung. Es gibt mehr als einen Grund, dass sich 19 der 25 Erbauer der Heimatstube eines von Herrn Feustel verfassten Organisationsstatus vom 24.04.1985 nicht unterordnen wollen. Somit trennen sich die Wege. Fünf Personen (A. und G. Feustel, H. und P. Dahlke, H. Bechthold) gründen die Interessengemeinschaft "Heimatstube Calbe" und die 19 "Abtrünnigen" bleiben Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Heimatgeschichte".

Die neu ins Leben gerufene Interessengemeinschaft sucht und findet schnell neue Mitglieder, so dass die Arbeit fortgeführt werden kann. Erste Vorsitzende wird Helga Bechthold.

Weiter gehören zur Interessengemeinschaft "Heimatstube Calbe":

 

Hannelore und Peter Dahlke                                    Eva-Maria und Bernd Neubauer

Jens Feustel                                                           Regina und Alfred Riethmüller

Anneliese und Günther Feustel                                Monika und Horst Schoppe

Heidemarie und W. Henning Klein                            Silvia und Rainer Schulze

Günther Kraatz                                                        Helga Bechthold

Dazu gehörten noch einige Fördernde Mitglieder, die hier aus Platzgründen nicht genannt werden können.    

 

Für die Arbeitsgemeinschaft "Heimatgeschichte" war die Trennung der Heimatstubenaktivisten und der damit einhergehende Verlust des Einflusses auf die Weiterentwicklung der Heimatstube besonders schmerzlich. Die Versammlungen des Vorstandes und die Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft fanden fortan in Gaststätten der Stadt, Räumlichkeiten hiesiger Betriebe und dgl. statt.           

September 1986

               Heimatfreunde beim Festumzug

            Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft helfen aktiv  

             bei der Vorbereitung und Durchführung

           der 1050-Jahr-Feier mit. 

              So nehmen etwa 30 Heimatfreunde kostümiert am

              großen Festumzug durch die Stadt teil.

 

 

 

   Vorstand ab 1986 ohne G. Kriener und U. Klamm      Fahrradausflug zum Prinzeßchen Barby, 1989

10. Oktober 1986

Neuwahl des Vorstandes - neuer Vorsitzender wird Uwe Klamm, sein Stellvertreter Hanns Schwachenwalde. Zum Vorstand gehören weiterhin:  M. Kuhnert, M. Ulrich, M. Niehoff, G. Kriener und D. Schmeißel.

Die Arbeitsgemeinschaft zählt 60 Mitglieder und ca. 15 Interessenten.

Sommer 1987

In einer AG-internen Aktion werden stadtweit 5 Denkmalplaketten angebracht (Kirchen, Wartenbergturm, Wollmagazin, Haus August-Bebel-Straße 48).

11. September 1988

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft nimmt am 1. Bördetreffen der Gesellschaft für Heimatgeschichte im Bördedorf Dahlenwarsleben teil.

 23. März 1989

                    Der Auftritt der "Bödebrothers"

Der Auftritt der Magdeburger Klamaukgruppe "Bördebrothers" gestaltet sich zum Höhepunkt des alljährlich stattfindenden Bollwurschtessens im Jugendclubhaus "H. Worrmann" in der Tuchmacherstraße.

Oktober 1989

Durch den Auslandseinsatz des Vfrd. Uwe Klamm steht dieser als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung. Bis zur nächsten Wahl übernimmt Vfrdn. M. Kuhnert die Leitung der Arbeitsgemeinschaft. 

05. April 1990

Während der Sitzung des "Runden Tisches" in Calbe, an der Herr Feustel als Vertreter des Kulturbundes teilnahm, wurde über den Erhalt der Heimatstube gesprochen. Ein Antrag des Kulturbundes zum Erhalt der Heimatstube wurde zugestimmt. Herr Zunder stellte den Antrag, dass der "Runde Tisch" das Anliegen des Kulturbundes zur Kenntnis nimmt mit folgender Zusage, dass durch den Rat der Stadt keiner Kündigung und keinen Rechtsträgerwechsel zugestimmt wird. Die Zustimmung war einstimmig!                                                                                             

                                                                                                                          

        Die neuen Mitgliedskarten      Name und Logo des Heimatvereins in Holz          Ein Kopfbogen von Karl Raabe entworfen

07. Juni 1990 

Ausgehend von den gesellschaftlichen Veränderungen tritt die Arbeitsgemeinschaft "Heimatgeschichte" aus dem Kulturbund aus und gründet sich neu zum Heimatverein Calbe (Saale) e. V. um. Als Vorsitzende des neuen Heimatvereins wird Vfrdn. Marlis Kuhnert gewählt (siehe Fotos oben)

9./10. November 1991

     Mitglieder der Interessengemeinschaft Heimatstube e. V.

Der Vorstand des Heimatvereins folgt einer Einladung des Heimatbundes der neuen Partnerstadt von Calbe - Burgdorf in Niedersachsen.

Insgesamt erhöht sich die Besucherzahl durch 1800 Gäste im Jahr 1991 auf insgesamt 26750. Die Stadt übernimmt seit dem Jahr 1991 die anfallenden Energiekosten der Heimatstube. Später wird ein Betrag von 3000,- DM im Stadthaushalt festgeschrieben.

Im Dezember 1991 übernimmt Herr Feustel den Vorsitz der IG von Herrn Neubauer.

Die Öffnungszeiten sind sonntags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Die Preise sind seit der Eröffnung im Jahre 1981 noch unverändert:

Erwachsene 1,00 DM, Rentner 0,50 DM und Kinder 0,30 DM

In der Stadtverordnetenversammlung vom Dezember 1991 wird der Beschluss gefasst, dass das Grundstück Markt 13, ab dem 01.01.1992 in den Besitz der Stadt übergeht. Im Frühjahr 1993 kauft die Stadt das Objekt Markt 13 von der Familie Dörfler aus Schönebeck.

24. Oktober 1992

Zum 20jährigen Jubiläum des Heimatvereins findet eine Feierlichkeit in der Gaststätte "Nordmann" statt. Rund 50 Vereinsmitglieder und Gäste (K. Raabe, R. Fritsch, P. Ambach, K. Herrfurth, G. Kraatz und G.-W. Lehmann) nehmen daran teil.

 

Zu den Veranstaltungen, die das Jahr über durch den Heimatverein angeboten werden und die in den verschiedensten Orten, wie z.B. bei Jahns, Speiseraum der Mühle usw. stattfinden, gehören:

- Vortragsabende (W. Köhlitz, E. Finster, H. Schwachenwalde)

- Exkursionen (zum Graphischen Centrum Calbe, nach Nienburg, zum Kraftwerk MLK)

                Der Schatz ist gefunden

- gesellige Veranstaltungen (Karneval, Bollwurst- und Speckkuchenessen)

16./17. Juli 1994

Im Rahmen des Ferienkompasses der Stadt Calbe wandert der Heimatverein Calbe mit einer 13köpfigen Schülergruppe zum Wartenberg, um dort ein vorbereitetes Programm (Spiele, Lagerfeuer u. a.) an 2 Tagen durchzuführen. Übernachtet wird im eigenen Zelt.

 1. September 1994

       Gemeinsamer Auftritt in der Grünen Lunge

Im Rahmen der Kulturtage der Stadt hat der Heimatverein die Organisation des Auftrittes des Kosakenchores übernommen. Als Höhepunkt wurde vom Verein organisiert, dass als Ehrengäste ehemalige Mitglieder des Kosakenchores Calbe (Existenz 1940 - 41) an dieser Veranstaltung teilnehmen können.

 

 

 

 

 

Im Mai 1995 wird die Fluchttreppe, eine Auflage des Bauordnungsamtes Schönebeck, errichtet. Bauausführender Betrieb ist die Firma Stahlbau Calbe.

In der "Kleinen Galerie" wurden folgende Expositionen gezeigt:

- Grafiken des 1. Anhaltinischen Kunstkreises und Calbenser Künstler

- Schülerzeichnungen aus Calbe, Grundschulen und der Schule für Lernbehinderte

- Ansichtskarten und Fotos aus 100 Jahren der ehemaligen Kreisstadt

- Personalausstellung von Frau Köhler, Schönebeck

- Spielzeug aus "Oma`s - und Opa´s Zeiten" zum 5. und letzten Mal

Die Besucherzahl in der Heimatstube überschritt zum Jahresende die Zahl 39000, genau 39005 Gäste.

Zwei Höhepunkte prägen das Jahr 1996 besonders, als erstes wird am 01.04.1996 der Kulturbund Calbe 50 Jahre und zweitens feiert die Heimatstube am 10.04.1996 ihr 15jähriges Bestehen. Aus diesen Gründen wird am 23.03.1996 in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität Calbe, Feldstraße eine Jubiläumsveranstaltung mit geladenen Gästen durchgeführt.

Nach langer Vorbereitungsphase erscheint die Broschüre "Was man durch die Heimatstube über die Rolandstadt erfahren kann". Bernhard Schwarz, alias Ernst Giesemann schreibt den Text, ein gelungener Querschnitt: Calbenser Heimatgeschichte!

15./16. Juni 1996

In Stendal findet das 30. Rolandfest statt. Rund um die Marienkirche haben u. a. 9 Rolandstädte Markthütten bezogen. Für die Stadt Calbe sind der Heimatverein, der Rolandchor und die Gospelsingers in Stendal präsent.

 Stendal war die Generalprobe für den 1. Sachsen-Anhalt-Tag

30.August - 01. September 1996

Bernburg ist Gastgeberstadt für den ersten Sachsen-Anhalt-Tag. Der Heimatverein bezieht in der Fußgängerzone (Steinstraße) eine Markthütte und verzeichnet reißenden Absatz. Sogar Ministerpräsident Höppner nebst Gattin probieren Calbenser Gurken.

14. November 1996  

Der Stadtrat der Stadt Calbe fasst den Beschluss, dass die Rechtsträgerschaft für die Heimatstube ab 01. Januar 1998 von der "IG" Heimatstube Calbe e. V."  auf die Stadt übergeht.

In seinem Jahres- und Abschlußbericht gibt der Vorsitzende der IG "Heimatstube e. V." in Liquidation Herr Feustel, einen kurzen Abriss des Geschehens der letzten Jahre. Die gesamte Einrichtung der Heimatstube (Inventar, historische Sachgegenstände unterschiedlichen Eigentums, Literatur und Nachschlagewerke) haben einen Versicherungswert von 137 316,00 DM. Bis zum 28.11.1997 waren insgesamt 43 705 Personen als Gäste registriert.

13. Mai 1997

Auf der Jahreshauptversammlung wird ein Hauptthema diskutiert: Zum Jahresende löst sich die Interessengemeinschaft Heimatstube e. V. auf. Damit ist der Fortbestand der Heimatstube gefährdet. Die Stadt Calbe, als Eigentümer, sucht deshalb nach Möglichkeiten, einen Fortbestand ihrer Einrichtung zu sichern. Die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung stimmen dem Vorschlag zu, der Stadt eine positive Bereitschaft des Vereins zum Weiterbetreiben der Heimatstube mitzuteilen.

24. September 1997

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erklären sich 28 Mitglieder bereit, aktiv am Weiterbetrieb der Heimatstube mitzuarbeiten.

Um folgende Heimatfreunde handelt es sich dabei: Marlies und Heinrich Kuhnert, Manfred Niehoff, Heike und Dieter Schmeißel, Hanns Schwachenwalde, Karin und Renate Badelt, Silvia und Joachim Zähle, Renate und Dieter Tischmeyer, Uwe Klamm, Hans-Eberhardt Gorges, Rüdiger Schwachenwalde, Renate Eschler, Edda und Burkhard Müller, Anni Mikoleit, Irene Höhne, Christa und Paul Simolka, Uta Lindau, Inge Franke, Monika Kretschmann (ab 01.09.00). Diese Entscheidung wird einen Tag später der Stadtverwaltung schriftlich mitgeteilt. Bis zum Ende des Jahres werden zwischen Stadtverwaltung und Heimatverein alle Formalitäten zur Übernahme der Heimatstube durch den Selbigen geklärt.

Die Öffnungszeiten sind sonntags 10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr. Der Schlüssel ist rechtzeitig von Familie Kuhnert zu holen und dort wieder abzugeben.

Ansonsten sind folgende Anmerkungen unumgänglich:

Der Heimatverein Calbe e. V. entstammt der ehemaligen AG "Heimatgeschichte" im Kulturbund der DDR. Dieser hatte zum Zeitpunkt der Übernahme der Heimatstube 64 Mitglieder, davon waren 23 bereit Sonntagsdienst zu übernehmen. Bisher, d.h. seit 1972 bestand das Veranstaltungsprofil des Heimatvereins in ca. 10 Veranstaltungen (Dia-Vorträge, Stadtrundgänge, Fahrradexkursionen, heimatgeschichtliche Abende usw.) pro Jahr, wobei die örtlichen  Gaststätten oder Betriebsräumlichkeiten (wie Speisesaal des VEB Getreidewirtschaft) genutzt wurden. Durch die Übernahme der Heimatstube war dieses Problem gelöst, weil mit dem Versammlungsraum, jederzeit ein geeigneter Raum zur Verfügung stand.

Es gab Stimmen , die da meinten, dass mit der Bereitschaft des Heimatvereins zur Fortführung der Heimatstube, endlich das zusammen gekommen war, was schon lange und nicht nur namentlich zusammengehört. Oft musste ich mir bei heimatgeschichtlichen Recherchen anhören: "Ach Sie kommen vom Heimatverein - ja, kenne ich, die Heimatstube am Markt".

Eines wurde ebenfalls von Anfang an geändert, die Gaststätte "Brauner Hirsch" sollte stärker als früher in die Arbeit der Heimatstube mit einbezogen werden. Nun galt  es erst einmal Erfahrungen in Sachen Heimatstube zu sammeln! Für den Vorstand /Vfrdn. Kuhnert, Vfrd. Klamm, Zähle, Niehoff, Schwachenwalde, Gorges, Schmeißel) kamen neue, weitaus umfangreichere Aufgaben als bisher auf sie zu. So richtig wusste keiner von uns, was ihn da erwartet! Als wir am 07.01.1998 die Schlüssel für die Heimatstube im Beisein der Stadtverwaltung von Frau Feustel erhielten, wurde es ernst.

18. Dezember 1997

Während der Stadtratssitzung wird der Vertrag zum Rechtsträgerwechsel unterzeichnet. Damit wird eine 13 Jahre währende Arbeit der IG "Heimatstube Calbe e. V." beendet. Die letzte Veranstaltung der alten IG "Heimatstube" fand am 28.11.97 statt. Dazu waren noch einmal alle Mitglieder, fördernde Mitglieder und Freunde eingeladen.

11. Januar 1998

Vereinsfreunde Heinrich und Marlies Kuhnert bestreiten den ersten Sonntagsdienst, 6 Personen sind ihre Gäste.

15. Februar 1998

Die erste Ausstellung in der "Kleinen Galerie" wird eine Schulbuchausstellung unter dem Titel "Wer hat das älteste Schulbuch in Calbe". Der Heimatverein arbeitet dabei mit dem Studienkreis "Nachhilfe" zusammen.

01. September 1998

Vfrdn. R. Eschler übernimmt die ABM-Stelle in der Heimatstube. Ihr folgen in den weiteren Jahren Vfrdn. Kuhnert, Frau Kretschmann, Höhne, Wehling, Vfrdn. Weiß, Frau Dippmar, Frau Otto.

01. April 1999

Beim Bollwurstessen  im Klub der Volkssolidarität präsentiert der Vorstand seinen Mitgliedern eine archäologische Sensation - die versteinerteBolle von Zäbst -

die bei Ausgrabungsarbeiten im Zuge des Baus der A 14 in der Nähe von Brumby gefunden wurde.

16. Mai 1999

Der Heimatverein unterstützt den Landkreis Schönebeck, der an diesem Tage Hauptveranstalter auf der Buga 1999 in Magdeburg ist. am 12.09.99 wird die ganze Sache zum zweiten Mal als Erntefest durchgeführt.

30. Mai 1999

Zum 5. Calbenser Stadtfest präsentiert der Heimatverein zum ersten Mal die neuen Kostüme von Hexe und Henker. Diese beiden bieten an diesem Tage den Besuchern herzhafte Zwiebelsuppe an.

   Hexe, Bollenkönigin, Roland und Henker von Calbe       Altcalbenser Gerichte schmecken einfach lecker

20. Juni 1999

Zum ersten Mal organisiert der Heimatverein zusammen mit dem "Braunen Hirsch" die Traditionsveranstaltung "Verkostung altcalbenser Gerichte", die vor und in der Gaststätte stattfindet. Diese Veranstaltung wird danach wieder alljährlich angeboten.

02. Oktober 1999

Die Busfahrt 1999 führt uns nach Kalbe (Milde) und Umgebung. In Kalbe werden wir vom Bürgermeister willkommen geheißen, begeben uns auf eine Exkursion durch die Stadt, die am Kalbenser Kulturhaus endet.   

             Eberhard nostalgisch                Der Heimatverein beim Kulturhaus

07. Oktober 1999

An diesem , ehemals wichtigen Datum, eröffnen wir in der Heimatstube die Ausstellung "damals wars - Alltag in der DDR".

Zur Eröffnung wird gesponserte Halberstädter Bockwurst und rote Brause von Duphorn gereicht. Diese Ausstellung mit den vielen kleinen Dingen des Alltags findet regen Zuspruch.

 

31. Dezember 1999

Mehrere Vereinsfreunde feiern den Jahrtausendwechsel in der Heimatstube und sind Mitternacht auf dem Markt, um ein neues Kapitel Heimatgeschichte einzuläuten.                                                                                            

                  Zur Jahrtausendwende feiert man uff'n Marcht  woja  

24. März 2000

Der Magdeburger Journalist und Schriftsteller H. - J. Krenzke hält den Dia-Vortrag "Das war das 20. Jahrhundert in Magdeburg" mit Bildern und Geschichten, die von 1900-1999 reichen. Herr Krenzke gehört zu den Stammautoren des Heimatvereins.

28. Mai 2000

Zum 7. Stadtfest hat der Heimatverein eine besondere Idee. Unter dem Motto "Urgroßmutters Waschtag" wird die große vereinseigene Wäscherolle aufgebaut und Frau Heide Schulz und Frau Christa Haberland sind als Waschfrauen präsent.                                    

         Unsere Waschfrau vom Dienst

Juli - August 2000

Die Heimatstube wird renoviert und teilweise umgebaut. Daran beteiligt sind: Fam. Kuhnert, M. Niehoff, R. und K. Badelt, R. Eschler, Fam. Klamm.

08./09. September 2000

In Bitterfeld findet der 5. Sachsen-Anhalt-Tag statt. Der Verein betreut einen Stand und nimmt am Festumzug mit einem Festwagen teil und jede Menge Bollen und Gurken werden unter das Volk geworfen.

11. Oktober 2000

In der Vorstandssitzung wurde in einer Abstimmung desselben der Posten des Vorsitzenden neu besetzt; neuer Vorsitzender wird Vfrd. U. Klamm. Ab Januar 2001 kann der Verein Günther Kraatz als Galerieleiter gewinnen.

18. Mai 2001

Feierliche Zusammenkunft aus Anlass "20 Jahre Heimatstube" in der Gaststätte "Brauner Hirsch". An diesem Abend erhalten die Anwesenden die Chronik über die Geschichte dieser musealen Einrichtung.

Die Chronik enthält die wichtigsten Daten (?), die für die Entwicklung und Existenz des Hauses wichtig waren.

Im Schlusswort heißt es darin:

20 Jahre Heimatstube, das hieß tausende Stunden Freizeit zu opfern für eine Idee, für ein Anliegen, was man ganz einfach mit Heimatverbundenheit oder noch besser  Heimatliebe umschreiben kann.

Was zu DDR-Zeiten stellenweise mit Heimattümelei abgetan und gern für propagandistische Zwecke missbraucht wurde, erhielt in der sozialen Marktwirtschaft wiederum eine neue Sichtweise.

Der Grundgedanke des Bewahrens alter Traditionen, des Wissens woher man kommt, ist heute genauso aktuell, wie zu früheren Zeiten. Es haben sich "nur" die Rahmenbedingungen geändert. Jede Gesellschaft sollte sich zu seiner Vergangenheit bekennen, wenn gleich es geschichtliche Wahrheiten schon immer schwer hatten. Die derzeitige Entwicklung unserer Gesellschaft wird geprägt von der Änderung des Charakters der Arbeit, von einer Multikultur und von der Tendenz, das eine virtuelle Welt immer mehr zur Realität wird. Wird in einer Zeit , wo die Medien unser Konsumverhalten manipulieren und steuern, wo Zeit an sich ein kostbares Gut ist, wird in solch einer Zeit, noch jemand nach den Wurzeln fragen? Danach wie Großeltern und Urgroßeltern gelebt haben? Ich glaube schon, denn nur mit dem Wissen des Alten, kann man das Neue richtig verstehen.

Deshalb ist es unsere Pflicht, diesen Gedanken bei unseren Kindern wach zu halten! Klar wird sich bei der Vermittlung von Heimatgeschichte manches ändern müssen, zum Beispiel, die neuen Medien müssen Einzug halten.

Dabei ist die Idee der Schaffung eines multikulturellen Zentrums mit der Heimatstube als zentrale Einrichtung am Markt 13, wie sie besonders von den Mitgliedern der IG getragen wurde, eine interessante Zukunftsversion. Diese wird jedoch nicht allein durch ehrenamtliche Tätigkeit zu bewältigen sein. Bis dahin wird noch jede Menge Wasser die Saale hinab fließen.

Zurück zum Jubiläum:

Solch ein Jubiläum sollte auch die Gelegenheit bieten, dass man sich derer erinnert, die als Heimatstübler nicht mehr unter uns weilen.

In Gedenken:               Karl Bechthold                                    Karin Schwachenwalde

                                    Hans-Henning Klein                             Wilhelm Wendt

                                    Inge Franke

Liebe Heimatfreunde, zum Schluss möchte ich im Namen des Vorstandes des Heimatvereins Calbe/Saale e. V. als derzeitiger Nutzer, allen Dank sagen, die am Aufbau und der Entwicklung der Heimatstube von 1981 bis 2001 mitgewirkt haben. Ihr Engagement  hat die Heimatstube zu dem gemacht, was sie heute ist, eine Zwanzigjährige, die sich sehen lassen kann.

Des weiteren bedanken wir uns bei der Stadtverwaltung und dem Stadtrat von Calbe, beim ehemaligen Bürgermeister Herrn E. Schacke, beim amtierenden Bürgermeister Herrn Peter Zunder, dem die Heimatstube ebenfalls viel zu verdanken hat.

 

Wir wollen den Dank weitergeben an alle ehemaligen Fördernden Mitglieder, Firmen und Institutionen, die uns und unsere Vorgänger unterstützt haben. Eine namentliche Auflistung würde länger ausfallen.

Liebe ehemalige Mitstreiter, bitte bleiben Sie auch in Zukunft der Heimatstube treu, besuchen Sie die Veranstaltungen, denn Sie wissen ja, ein leeres Haus kann ganz schön deprimierend sein.

Ein persönliches Dankeschön an dieser Stelle an die Personen, die mir bei den Recherchen und bei der Fertigung dieser Schrift geholfen haben. Das waren: Frau Bechthold, Herr Kraatz, Herr Riethmüller und Herr Kramer für die Informationen und Bilder, Monika Kretschmann und Hans-Eberhardt Gorges beim Schreiben und der Gestaltung. Solange es Menschen gibt, die für die Heimatgeschichte brennen, wird es weitergehen !                        

     Jeder Aktive erhielt ein Exemplar

Dessen bin ich mir sicher !

Calbe, im April 2001                                                                                                                                       

 

Uwe Klamm

Vorsitzender des Heimatvereins Calbe (Saale) e. V.

 

19. September 2001

Auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde über die Neubesetzung des Vorstandes, einer Erweiterung der Satzung, Euroumstellung und anderes beraten. Der Vorsand setzt sich wie folgt zusammen: Vors. U. Klamm, Stellv. D. Schmeißel, Schatzmeister A. Zähle, sowie H. Schwachenwalde, H. - E. Gorges, R. Badelt und M. Kretschmann.

30. Sept.-18. Nov. 2001

Die Ausstellung "Das  eiserne Wunder von Calbe" mit der dem 50 jährigen Jubiläum des 1. Roheisenabstiches im ehemaligen NOW Calbe gedacht werden soll, entwickelt sich zum Besuchermagnet. Fast 600 Besucher schauen sich diese Ausstellung an.

02. Juni 2002

Zum Stadtfest zeigt der Heimatverein zum Thema "Alles in Butter", wie man früher selbst Butter herstellte. Neben der Vorführung der Butterherstellung gibt es an Schautafeln viel Interessantes zu diesem Thema zu lesen.

    Selbst gemachte Butter ist lecker

Als Gäste des Heimatvereins sind seit dem 01. 06. 2002 sechs Heimatfreunde aus Burgdorf in Calbe. Damit sollen alte Kontakte wieder belebt werden.                                                                                        

01. Juli 2002

Die Heimatstube bekommt Besuch von der Fachhochschule Anhalt, der Kontakt mit dieser Einrichtung ist im Zusammenhang mit der Butterherstellung zustande gekommen. Prof. Dr. W. Schnäckel und weitere 7 Mitarbeiter erwidern einen Besuch unsererseits in der historischen Lehrsammlung in Strenzfeld.

01. September 2002

In zwei getrennten Bauabschnitten wird es im Rahmen der Altstadtsanierung im Bereich Markt 13 bauliche Veränderungen geben, die monatelang den Gaststättenbetrieb und das Betreiben der Heimatstube beeinträchtigen werden. Geplant sind die Rekonstruktion und der Umbau der Gaststube (u. a. Schaffung einer Innentoilette), der Küche mit Nebengelass, Erweiterung der Ausstellungsfläche in der Heimatstube, Schaffung eines neuen Büros, eines neuen Galerieraumes und der Veränderung des Eingangsbereiches. Dauer der Maßnahme bis ca. Sommer 2003.

11. September 2002

Nach 5 Jahren Pause liest der Schriftsteller M. Selber wieder einmal in Calbe. An diesem Abend wird viel gelacht und Herr Selber ist von der aufgeschlossenen Stimmung der Calbenser sehr angetan.

14. September 2002

Von unserer Vereinsfreundin Helga Rehbein wird ein Novum für die Stadt Calbe ins Leben gerufen - das 1. Königliche Calbenser Bollenfest. Der Heimatverein erklärt im Vorfeld sein Interesse und ist an diesem Tag mit einem Stand präsent und einige Mitglieder backen Kuchen für den Kuchenbasar.

                                                                                                                                           

                Zum Wohl ihre Majestäten         Die Ausstellung zum Jubiläum          Vfrd. K.H.Zickner Vfrdn Mikoleit und Meyer

30. November 2002

Der Heimatverein Calbe (Saale) e. V. begeht das 30 jährige Gründungsjubiläum mit einer Feier im "Braunen Hirsch". Jeder Teilnehmer erhält eine Chronik und die drei dienstältesten Mitglieder ein Spezialgeschenk. In der Heimatstube ist eine Ausstellung zur Vereinsgeschichte vorbereitet und kann besichtigt werden.

14. Februar 2003

Der Wurzener Weltenradler Thomas Meixner erzählt im Hotel zur Altstadt in einer Dia-Show die Geschichte seiner Weltreise, die mit dem Fahrrad unternommen hat. An dieser Veranstaltung nehmen 61 Gäste teil. Er wird später noch weitere Vorträge im Verein halten.

06. April 2003

Der Calbenser Schüler Marc Plantikow wird als 50000. Besucher in der Heimatstube begrüßt und beglückwünscht.           

  Ein toller Vortrag mit Thomas Meixner         Enthüllung der Kupferplakette

14. April 2003

An diesem Tage wird zwischen dem Heimatverein Calbe und der EMS Schönebeck ein Sponsoren vertrag unterzeichnet. Für das Anbringen einer Kupferplakette an der Fassade Markt 13 erhält der Verein im Gegenzug 1000 Euro Netto pro Jahr.

Im Frühjahr 2003 erkrankt unser Galerieleiter G. Kraatz schwer und kann diese Funktion nicht mehr ausführen. An seine Stelle tritt Hans Both.

17. Mai 2003

23 Heimatfreunde fahren auf Einladung des Heimatbundes Burgdorf in unsere Partnerstadt und verbringen dort einen interessanten Tag mit den dortigen Heimatbundleuten Helga Hußmann und Ina Gehrmann.

29. Juli 2003

Die Erweiterung der Heimatstube (neue Ausstellungsräume, "Neue Galerie", neues Büro, neuer Treppenaufgang) wird feierlich übergeben. Mit dabei sind die stellvertretende Bauamtsleiterin Ines Schmidt und der Projektant und Bauleiter Wolff-Dieter Borchardt. In das Treppenfundament wird eine Hülse mit aktuellen Dokumenten versenkt. Nun gilt es die neuen , aber leeren Räumlichkeiten mit Mobiliar auszustatten und neu zu gestalten.      

               Foto zum 29.Juli 2003          Foto zum 01. September 2003     Foto zum  02./ 03.Oktober 2003

01. September 2003 

Die erste Ausstellung in der "Neuen Galerie" wird in Zusammenarbeit mit der FFW Calbe zum Jubiläum "125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Calbe" gestaltet.

02./03. Oktober 2003

Zum "Tag der Deutschen Einheit" präsentiert sich der Heimatverein Calbe mit einem Stand in der Landeshauptstadt, letztmalig mit Gurken der Firma Axel Otto aus Calbe.

18. November 2003

Das Ergebnis des gemeinsamen Projektes zwischen dem Heimatverein Calbe und dem Sutton - Verlag, das Buch "Zwischen Bolle und Eisen", wird in der Heimatstube präsentiert. Bis Jahresende werden ca. 700 Exemplare verkauft, woran der Verein einen Euro pro Buch erhält.

12. März 2004

Das Schönebecker Kabarett "Elb(e) - Saale - Geflüster" lockt mit seinem Programm "Pleiten, Pech und Polterkissen" 48 Bürger in die Heimatstube.

28. März bis 20. Mai 2004 

     Mitgestalter des Buches ( 18.11.2003)      Kabarett in der Heimatstube (12.03.2003)       Frau Dr. Lücke und ihre Gruppe         Besuch zur 725 Jahrfeier (27.06.2003)

In dieser Zeit wird in der "Neuen Galerie" die Wanderausstellung "Nach ferner erinnern bekennt sie..." gezeigt. Am 24.04.2004 sind Vertreterinnen des Vereins "Courage e. V." unter Leitung von Frau Dr. Lücke, speziell wegen dieser Ausstellung in Calbe.

27. Juni 2004

Der Heimatverein nimmt am Festumzug aus Anlass der 725-Jahrfeier in Burgdorf mit dem selbst gefertigten Schild "Der Heimatverein Calbe grüßt Burgdorf" teil.

17. Oktober 2004

Dr. Mario Tiemann, der Sohn unserer Vrfdn. M. Tiemann, der als Reiseleiter bei "Studioso - Reisen" tätig ist, hält seinen ersten Reisebericht und Dia - Vortrag über Südafrika. Weitere Reisebeschreibungen werden folgen.     

 
      Afrikanisches Bier für den "alten" Geografielehrer          Professor Schnäckel bei seinem Vortrag  

29. 0ktober 2004

Professor Wolfram Schnäckel von der Fachhochschule Anhalt hält in der Heimatstube einen Vortrag zum Thema: "Essen und Trinken im Wandel der Zeit". Zwischen dem Heimatverein Calbe und der Sektion "Ökotrophologie" der FHA bestehen seit geraumer Zeit Kontakte.

01. Mai 2005

Die Ausstellung zur Geschichte des Gelatinewerkes unter dem Titel: "Von der Chemischen zum Gelatinewerk" wird in der Heimatstube eröffnet. Unter den 65 Teilnehmern dieser Eröffnung waren viele ehemalige Betriebsangehörige.

05. Juni 2005

Zum zweiten Rolandfest bewirtschaftet und gestaltet der Heimatverein eine Hütte und Nebengelass zum Thema: "Rund ums Schmieden". Sie werden hierbei durch Leihgaben der Fam. Wondrack aus Calbe und durch den Schmiedemeister Walter Dreyer aus Gnadau unterstützt. Praktische Vorführungen übernimmt Uwe Regner vom Förderverein des Kreismuseums Schönebeck.

      W. Dreyer und U. Regner am Schmiedestand           Heinz Warnecke mit seinen Dokumenten        Dr. Peter Kemter am  Beginn seines Vortrages

10.Juni 2005

Der Pömmelter Heimatforscher Heinz Warnecke hält in der Heimatstube den Vortrag "Fotos erinnern an die Schrecken des Krieges". Als Soldat hat er an verschiedenen Kriegsschauplätzen zielgerichtet fotografiert und es gelang ihm diese Fotos unbemerkt in die Heimat zu schicken.

28. August 2005

Die Ausstellung "1200 Jahre Magdeburg" im Kulturhistorischen Museum Magdeburg führt zum ersten Mal die Heimatfreunde aus Calbe und Dr. Peter Kemter, ehrenamtlicher Museumsführer, zusammen. Herr Dr. Kemter wird aufgrund seiner Vortragsreise und seiner sympathischen Art, der bevorzugte Begleiter bei zukünftigen Führungen.

10. September 2005

In Magdeburg findet einen internationale Rolandtagung statt an der auch Mitglieder des Heimatvereins als Gäste teilnehmen. Unser Vereinsfreund Dieter Steinmetz hält an diesem Tage einen hörenswerten Vortrag zum Roland von Calbe.

        Vfrd. D. Steinmetz bei seinem Rolandvortrag         Jörn Weinert liest seine heiteren Geschichten  Erhart Jahn -  Experte in Sachen Toiletten in alter Zeit

22. September 2005

Jörn Weinert, mittlerweile Vorsitzender des Landesheimatbundes, liest aus seinem Buch über die Geschichte und Geschichten des Landeskreises Schönebeck.

07. Oktober 2005

Nachdem uns Herr Erhardt Jahn aus Wolmirstedt vor vielen Jahren einen Vortrag über Mühlen hielt, beschäftigte sich der Denkmalexperte an diesem Tag mit der Geschichte der Toiletten. "Orte der Notdurft" überschreibt er seinen Vortrag, der lustig und ernst zugleich war.

22. Oktober 2005

Eine Ausstellung der besonderen Art gestaltete der in Calbe geborene Albrecht Ecke, der als Produktdesigner einen Teil seiner privaten Kleiderbügelsammlung unter dem Slogan "Welt der Kleiderbügel" in Calbe präsentierte.

         Die " Neue Galerie" voller Kleiderbügel     Nach 1998 zum zweiten Mal in Calbe unterwegs

16. März 2006 

Die Sendereihe "Unterwegs in Sachsen-Anhalt" des MDR ist zu Dreharbeiten in der Heimatstube. Das Team um Herrn Straube filmt in der "Neuen Galerie" und anderen Ausstellungsräumen. Die Sendung wird am 01. April 2006 im Fernsehen gezeigt.

22. März 2006

Auf der Jahreshauptversammlung muss der Vorstand neu gewählt werden. Im Ergebnis der Wahl setzt er sich wie folgt zusammen:

Vfrd. U. Klamm (1. Vorsitzender) Vfrd. D. Schmeißel (2. Vorsitzender) Vfrd. A. Zähle (Schatzmeister), weiterhin gehören dem Vorstand  Vfrdn. R. Badelt, Vfrd. D. Steinmetz, E. Gorges und M. Zander an.

Der Heimatverein hat 52 Mitglieder. Vfrd. Hanns Schwachenwalde wird zum Ehrenmitglied ernannt und D. Steinmetz erhielt im Januar auf unseren Vorschlag, den "Wilhelm - Löwe - Preis".

05. Mai 2006

An diesem Abend setzt Vfrd. D. Steinmetz seine Vortragsreihe mit ausgewählten Kapiteln unserer Stadtgeschichte, die normalerweise 1 bis 2 Vorträge pro Jahr beinhaltet fort. Der Titel dieser Themenreihe lautet: "Geheimnisvolles, Seltenes und Seltsames in der Geschichte der Stadt" und beginnt mit Teil 1 "Wie aus guten Erdmüttern böse Hexen wurden (Archaische Fruchtbarkeits- und Frauenkulte in Calbe". Viele Vorträge werden per Video mitgeschnitten.

11. Juni 2006

Mit dem Thema: "Rund um das Schuhmacherhandwerk" präsentiert sich der Verein zum Rolandfest und wird dabei von H. Kober und M. Grimm tatkräftig unterstützt.                                                                                                 

          Zwei Exschuhmacher zeigen ihr Handwerk            Viele Hände machen ein sauberes Ende         Gruppenfoto in Halle mit Stadtführer K.Herrfurth

14. Julie - 16. Juli 2006

Letztmalig nimmt der Heimatverein mit der Bewirtschaftung einer Hütte am Sachsen - Anhalt - Tag , der im 1200 jährigen Halle stattfindet, teil. Dort stehen wir in der Nähe des Domes und repräsentieren unsere Heimatstadt. An unserem Stand können wir auch Bürgermeister P. Zunder und Pfarrer i. R. Klaus Herrfurth, der mittlerweile Halle wohnt, begrüßen. Einige Wochen später , als er Heimatverein einen Tagesausflug nach Halle unternimmt, fungiert Herr Herrfurth als Stadtführer.

23. und 30. September 2006

In einer großen Reinigungsaktion werden an diesen beiden Tagen die Ausstellungsräume gesäubert. Die Schuhmacherstube wurde dabei teilweise überarbeitet.

14. Oktober 2006

In der "Neuen Galerie" wird die Ausstellung über das Lebenswerk von Günther Kraatz im Beisein von vielen Freunden, seinen Kunden und weiteren Gästen eröffnet. Von G. Kraatz wird in der Eröffnung ein kurzer Videofilm gezeigt, der zuvor im Seniorenheim Aschersleben aufgenommen wurde. Diese Eröffnung wird ebenfalls im Video, Vfrd. Gallmeister filmt, festgehalten.                       

    Die Töchter von Günther Kraatz bei der Eröffnung  Die 50er Jahre oder in alten Ratsakten geblättert

19. Januar 2007

Traditionsgemäß eröffnet Vfrd. Hanns Schwachenwalde das Veranstaltungsjahr mit einem Vortrag zur Stadtgeschichte. Dieses Mal spricht er über die 50 er Jahre. Dieser Vortrag wird per Camcorder aufgezeichnet.

10. Februar 2007                                                                                                                                     

Frau Inge Föhse aus Calbe wird  als 55 555. Besucherin herzlich begrüßt und mit einem Präsent geehrt.    

05. April 2007

Zum "Traditionellen Bollwurstessen" wird Frank Zapke von der Fa. Eichholz aus Schönebeck durch die Bollenkönigin Susann I. zum "Ritter der Bollwurscht" geschlagen. Diese Ehrung ist Anerkennung dafür, da unserer Meinung nach, die Fa. Eichholz die schmackhafteste "Calbenser Bollwurst" herstellt. Der Verein bezieht seit vielen Jahren für das Bollwurstessen von dort die Bollwurst.

April 2007

Ein Projekt zur touristischen Beschilderung im Stadtgebiet wird vom Heimatverein aktiv durch die Vereinsfreunde D. Steinmetz und M. Zander unterstützt. Konkret wird der geschichtliche Text für diese 14 Tafeln von den Heimatfreunden verfasst.

              Die Tafel auf dem Mühlenhof    Vfrd Steinmetz bei einer Führung         Ein Teil wurden so genannte Podesttafeln

08. Juni 2007   

In der Heimatstube wird die Ausstellung "All you need is beat" eröffnet, musikalisch durch Werner Lenke und fachlich-verbal durch Vfrd. u. Klamm. Dieser hatte die Idee zu dieser Thematik, die zu einem Teil aus der gleichnamigen Wanderausstellung vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig und zum anderen aus gesammelten Dokumenten und dergleichen aus der Beatszene von Calbe, besteht.

30. November 2007

Die alljährliche Weinachtsausstellung, die mit Unterstützung des AMC Bernburg, der Kita "Sonnenschein" und durch vereinsinterne Aktivitäten gestaltet wurde, wird um 16.00 Uhr eröffnet. Insgesamt schauen sich bis zum 13.01.2008  425 Besucher diese Ausstellung an.

06. Dezember 2007

           Zwei Zeitzeugen und Kenner der Beatszene     Besuchte den Heimatverein-Weihnachtsmann Lange aus Calbe        Auf den Spuren von Marie Nathusius, geb. Scheele

Zum Speckkuchenessen unterhält die anwesenden Vereinsfreunde die Lessingschule mit einem weihnachtlichen Programm und als besonderer Höhepunkt, erscheint der Weihnachtsmann mit Geschenken in dieser Runde.

16. Februar 2008

Der Heimatverein besucht die "Marie Nathusius Ausstellung" im Kulturhistorischen Museum Magdeburg. Der Verein hatte im Vorfeld einige Leihgaben (Schäferutensilien, Lithographie von Kalbe) nach Magdeburg gegeben. Als Museumsführer fungiert wieder Dr. P. Kemter.

         Blick in den Ausstellungsraum        Das Ausstellungsplakat    Pfarrer Wentzlaff und  D.Steinmetz eröffneten

17. Februar 2008

Der Heimatverein organisiert in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde und dem Ingenieurbüro  W. Zahn die Ausstellung "Das Geheimnis der Turmknöpfe". Der Inhalt des gefüllten Turmknopfes des Nordturmes wird nach 162 Jahren den Bürgern präsentiert. Die Dreiteilung des Themas in Leitgeschichte (D. Steinmetz), Baugeschichte (W. Zahn) und die Präsentation des Inhaltes alt und neu (Heimatverein) wird durch ein Flyer und eine DVD mit Erläuterungen noch komplettiert (siehe Bilder oben).

14. März 2008

Auf der Jahreshauptversammlung wird ein Rückblick auf 10 Jahre Trägerschaft der Heimatstube durch den Heimatverein getätigt. Per 30.12.2007 konnten auf insgesamt 56 803 Besucher, d.h. im Durchschnitt 1300 Gäste pro Jahr, 40 Ausstellungen und unzählige weitere Veranstaltungen zurück geblickt werden.

Es wird mehrheitlich beschlossen, das die Bewirtschaftung einer Hütte wie bisher (Roland- und Bollenfest, Sachsen-Anhalt-Tag) aus personellen Gründen zur Zeit nicht mehr durchzuführen ist. Man will sich mehr auf die Gestaltung der Heimatstube, die Archivierung und die Erfassung von Heimatgeschichte konzentrieren.

07.Mai 2008

Die Vorstandssitzung findet im Atelier von Hans Both statt. Er teilt den Anwesenden mit , dass er die Funktion eines Galerieleiters ab 2009 abgeben möchte, würde sich jedoch um einen Nachfolger kümmern (siehe Foto unten).

29. Juni 2008

Zum Rolandfest kommt es durch die Zusammenarbeit von Heimatverein und der Fa. Eichholz zur Bewirtschaftung einer Hütte, die auf ein generelles positives Echo bei den Bürgern stößt.

Am gleichen Tag verstirbt unser langjähriges Vereins- und Vorstandsmitglied Manfred Zander. Wir verlieren mit ihm einen engagierten Heimatfreund, der sich vor allem der Erforschung der Technikgeschichte unserer Stadt verschrieben hat.

Sept. 2008 bis Nov. 2008

1. In diesem Zeitraum erfolgen umfangreiche Neugestaltungen im Bereich Handwerk und Landwirtschaft. Ausgangspunkt sind u. a. die neuen stufenförmigen Podeste, die  der HV von der Teutloff GmbH erhält und die Schenkungen / Leihgaben sind.

2  Der Heimatverein hat ab 29.10.2008 seine eigene Homepage und kann unter www.heimatverein-calbe.de weltweit besucht werden.

3. In der Vorstandssitzung vom 21.10.08 wird die Absprache getroffen, das ab 2009 das "Soziokulturelle Zentrum Treff "Schönebeck den Verein beim Betreiben  der Galerietätigkeit unterstützt.

07.02. bis  29.03.2009

Die erste gemeinsame Ausstellung zwischen dem Heimatverein und dem soziokulturellem Zentrum "Treff"  wird mit Bildern des Schönebecker Malers Horst Petrie gestaltet. Zur Eröffnung sind ca. 30 Besucher anwesend und den musikalischen Part übernimmt Daniel Wolfram aus Calbe.

13.03.2009

Im neuen Vereinszimmer von Harald Wanger versammelten sich Vereinsfreundinnen und Vereinsfreunde zur Jahreshauptversammlung. In seinem Tätigkeitsbericht ließ der Vereinsvorsitzende das 36. Vereinsjahr Revue passieren und dankte zum Schluss allen Helfern und Aktiven. So konnte er auf 10 Veranstaltungen verweisen, wie Vorträge, Exkursionen und auf die Mitarbeit bei den bewährten Festivitäten der Stadt. In der Heimatstube als Domizil des Vereins wurden im ablaufenden Jahr 5 Ausstellungen organisiert, darunter als Höhepunkt, die Präsentation des Inhaltes der geöffneten Turmknöpfe unsere Stadtkirche. Insgesamt besuchten 1683 Personen die museale Einrichtung. Bei der anschließenden Wahl gaben die anwesenden Heimatfreunde allen Vorstandskandidaten ihr Vertrauen. So setzt sich der neue Vorstand wie folgt zusammen: Vereinsfreundinnen R.Badelt, A.Weiß, Vereinsfreunde U.Klamm ( Vors.), D.Schmeißel ( Stellv.), J.Zähle (Schatzmeister), H.E.Gorges und D. Steinmetz.

Der Verein erwirbt 2008/2009 mehrere historische Dokumente, so zum Beispiel Briefe und Schriftstücke der "1848-er" Revolutionäre und Politiker Ludwig Schneider und Wilhelm Loewe, dann einen Anti-Terror-Erlass von 1630 und die Urkunde des Protokolls eines Rechtsstreites von 1611 zwischen dem Calbenser Rat und dem Schlossamt. Alle Dokumente wurden vom Chefhistoriker des Vereins Vfrd. D.Steinmetz begutachtet und ins heutige Deutsch übersetzt.

29.05.2009

 An diesem Freitagabend hielt Herr Prof. Henry Bergmann von der FH Köthen einen Vortrag zur Technikgeschichte. Als Thema hatte er seinen Vortrag mit "Sachsen-Anhalt Mühlenland einst und heute" betitelt. Er spannte den Bogen zur Mühlengeschichte sehr weit, räumte mit weit verbreiteten Falschinformationen, wie z. B. der Meinung, das Kreuzfahrer der Technik aus dem Orient mitgebracht hätten, auf. Fakt ist nur, dass die Technik damals gebraucht wurde und ca. 200 Anwendungen nachgewiesen sind. In der Hochzeit ihrer Existenz wurde die Kraft des Windes und des Wassers hunderttausendfach genutzt.

  Herr Professor Bergmann während des Vortrages

 Umgestaltung Markt 13

Bei den Überlegungen zur Erhöhung der Attraktivität des Außengeländes des Markt 13 wird die Idee geboren, einen Lehmbackofen zu errichten. Mit Unterstützung von Jan Tobiasch wird bei der "Aktion Mensch" ein Fördermittelantrag gestellt und genehmigt. Mitte des Jahres 2009 wird mit dem Bau des Ofens begonnen und am Jahresende ist er mit einem Dach versehen worden. Dann folgen Montage der Ofenklappe und die Konservierung des Holzes. Am 29.05.2010 fand die Generalprobe in Sachen Backen statt und war ein Erfolg. Danach wurde zum Stadtfest am 20.06.2010 und zum Bollenfest am 04.09.2010 der Ofen angefeuert und das Brot in Form von Butter-, Fett- und Quarkstullen an den Mann gebracht, siehe unter Aktivitäten auf der Homepage.  

     Unterstützung beim Bau durch die Lessingschule     Das Tageswerk ist vollbracht     Der Bau des Daches wurde von der Teutloff realisiert

 Bei der Realisierung haben sich besonders nachfolgend genannte Personen und Firmen verdient gemacht: Florian Klamm, Jens Klamm als Lehmbauer, Wolfgang Günther als Maurer, Fa. M. Arlandt für den kostenlosen Lehmtransport, Ing.büro Sieche/Sehmisch für das Dachprojekt, Fa. Teutloff Calbe für die Dachmontage, den Schmiedemeister Walter Dreyer und Sohn Hans-Dieter für die tolle Ofentür und Fa. Demele für den Holzschutz sowie zahlreiche ortsansässige Firmen für die finanzielle Unterstützung.

      Letzte "Feinarbeiten" an einem Torflügel                  Das Projekt ist vollendet       Gemeinsame Verkostung am 29.05.2010

04.10. bis 22.11.2009

Aus gegebenen Anlass, konkret zum 20. Jahrestag der "Friedlichen Revolution in Ostdeutschland" gestaltet der Heimatverein die Ausstellung "Die Wende - Geschehnisse von Berlin bis Calbe" in der "Neuen Galerie". Der Titel war deshalb so gewählt worden, weil die ausgestellten Exponate (Fotos, Plakate, verschiedene Dokumente) die Ereignisse in Berlin, Magdeburg und im ehemaligen Landkreis Schönebeck mit Schwerpunkt Calbe widerspiegeln. Neben einer 20teiligen professionell gestalteten Plakatdokumentation von Albrecht Ecke, sind Zeitzeugnisse von Privatspenden, Dokumenten aus dem Nachlass des "Neuen Forums Calbe" und ein 6teiliger  Zyklus mit Kupfertreibarbeiten des Calbenser Künstlers O. Plönnies zu sehen. Musikalisch wurde die Eröffnung mit 3 Liedern des aus Halle stammenden Texters und Musikers Paul D. Bartsch untermalt. Besonderen Dank sagen wir Albrecht Ecke, der evangelischen Kirchengemeinde Calbe, Oskar Werner, Jens klamm, Thomas Linßner, dem Kreismuseum Schönebeck, Jürgen Blume, Jörg Schmechel, Dieter Steinmetz und Otto Plönnies. 

 

           Mitglieder des Neuen Forums Calbe        Das Plakat zur Ausstellung               Blick in den Ausstellungsraum

 

                   Zahlreiches Publikum zur Eröffnung       Selbstgemalte Plakate von 1989      Ein Originaltransparent von einer Demo in Calbe

Leider fand die Ausstellung bis auf die Eröffnung nicht die gewünschte Resonanz unter der Bevölkerung, so konnten weder Klassen des Gymnasiums Calbe aber auch kaum Stadträte als Besucher gezählt werden. Die Gründe für das Desinteresse mögen vielfältig sein, Fakt ist, die alte DDR will wohl niemand zurück und die neue Freiheit tut gut. So hat die Entwicklung der letzten 20 Jahre aber auch gezeigt, daß die Mutigen von damals nicht automatisch zu den Gewinnern der Wende gehören müssen, wenn man den Freiheitsgedanken einmal ausklammert. Manchmal wünscht man sich wieder Massen auf den Straßen, die für die Wahrung demokratischer Grundrechte, soziale Gerechtigkeit und eine friedliche Welt ihre Stimme erheben.

Aktivitäten rund um die Heimatstube ab Juni 2009 

Durch die Arbeitslosigkeit des Vorsitzenden Vfrd. Uwe Klamm kam es verstärkt zu Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Heimatstube. Sie dienten in der Mehrzahl der Erweiterung des musealen Fundus bzw. der Erhöhung der Attraktivität der Heimatstube und des Hofes Markt 13.

Besonders hervorzuheben sind:

Schmiedemeister W.Dreyer bei der Tafelinspektion          Die Erweiterung der Hauswirtschaft          Hof Markt 13 im Sommer 2011          Die Dr. Seeger-Tafel in der Ausstellung

      -          Schaffung eines Pultes zur Thematik „Hufbeschlag“ mit Fotos und Erklärungen,

-          Realisierung einer Ausstellungstafel über das Leben und Wirken von Dr. Seeger.

-          Die Innungsfahne der Fleischer von Calbe (1928) wurde in die „Ständige Ausstellung“ integriert.

-          Im Bereich der „Ständigen Ausstellung-Hauswirtschaft“ wurden 3 neue Podeste eingebaut.

-          Die neu erworbenen Sachgegenstände, wie der Schild des hölzernen Rolands von Calbe, der Kapitellstein von der Stiftskirche Gottesgnaden, ein Ratsstuhl von 1890 und die Plattenkamera der Fa. A. Pietzner finden Platz in der Dauerausstellung.

-          Ausgestaltung des Hofes Markt 13 mit altem Gerät (Leiterwagen, Waschschüssel u. a., sowie Begrünung des Außenbereiches.

 7.5.2010 Stadtrallye 

An diesem Tag nahm der Heimatverein zusammen mit den 3 Kirchengemeinden, der Stadtverwaltung und regionalen Organisationen an der Ausrichtung einer Stadtrallye unter der Überschrift „Vielfalt braucht uns alle“ statt. In der Heimatstube gab es 2 Stationen zu den Themen „Eulenspiegel“ und „Anna Margarethe von Haugwitz“ und einer Spielstation. An diesem Nachmittag besuchten 60 Schüler allein oder in Gruppen die Heimatstube.

       Geschichten um Till Eulenspiegel        Die Mutprobe während der Schatzsuche             Wie die richtigen Pizzabäcker 

Ferienkompass 2010/2011 

Während die Resonanz zur Teilnahme im Jahre 2010 noch sehr mäßig war, verstärkte sich das Interesse von Gruppen ein Jahr später um ein Vielfaches. Der Heimatverein bot Pizzabackaktionen und eine so genannte „Schatzsuche“ im Stadtgebiet an. Insgesamt 122 Teilnehmer wurden im Sommer 2011 gezählt.

 Hilfe bei der Ahnenforschung 

       Familie J.Retief, links im Bild und Freund              Weit gereist-Joye Alit Knauf

Im Frühjahr und Sommer 2010 besuchten zwei weit gereiste Familien in Sachen Ahnenforschung die Heimatstube.

  1. Joye Alit Knauf aus Australien war auf der Suche nach Informationen zu Karl Schulze. Dieser Urahn wurde 1815 in Calbe geboren und seine Tochter Johanna wanderte als verheiratete Knauf um 1870 nach Neuseeland aus. Frau Knauf hatte im Gepäck Aufzeichnungen, die sich als Eintragungen in eine sogenannte Schmuckbibel entpuppten und Ereignisse jener Jahre um 1850 wiedergaben.
  2. Familie Johannes Retief war aus Südafrika nach Calbe gereist. Herr Retief war auf der Spurensuche seines Großvaters Hermann Grienke und seiner Großmutter Anna Grienke, geb. Roesener.                                       
     Hereinspaziert in die Heimatstube  Flyer und Radkarte auf einen Blick

Veranstaltungsservice Klamm 

Vom 10.06.2010 bis 30.11.2011 führte der Vfrd. U. Klamm ein eigenständiges Gewerbe als Stadtführer und Reiseleiter. Im Auftrag des Bürgermeisters D. Tischmeyer erarbeitete er selbstständig den Inhalt einer regionalen Radwanderkarte, die Mitte 2011 im Grafischen Centrum Cuno gedruckt wurde. In dieser Zeit entstanden außerdem weitere regionale Flyer unter aktiver Mitarbeit des Heimatvereins. Zu nennen wären: „Heimatstube Calbe“, „Der Roland von Calbe“ und „Spuren der Geschichte, )(siehe oben

Sponsorenvertrag mit der Calbenser Wohnungsbaugesellschaft 

Mit dem Geschäftsführerwechsel in der CWG Ende 2010, als Herr Hans-Holger Jürgens in den Ruhestand ging und Frau Kornelia Eichel seine Nachfolgerin wurde, kommt es auf Initiative von Herrn Jürgens zum Abschluss eines Sponsoringvertrages. Damit ist die CWG nach der EMS der zweite Sponsor per Vertrag.

        Erste Gäste im neu eröffneten Eiscafe       Jedes Jahr Bepflanzung durch Fa. Wüstling        Das erste Hoffest im Bereich Markt 13

Eröffnung eines Eiscafés und Biergartens 

Anfang April 2011 eröffnete der Gastwirt Harald Wanger ein neues Eiscafé und Biergarten auf dem Hof Markt 13. Erster Höhepunkt wurde in diesem Zusammenhang die Durchführung des ersten Hoffestes, wo es Livemusik, Spanferkel und Lehmbackofenbrot gab. Das Backen des Brotes hatte der Heimatverein übernommen.

Veröffentlichungen des Heimatvereins Calbe 

In Zusammenarbeit zwischen dem Heimatverein und dem Grafischen Centrum Cuno kommt es 2010 und 2011 zur Herausgabe von je einem Buch. Autor ist jeweils unser Vereinsmitglied Dieter H. Steinmetz.

Titel 1: „Vom Königshof Calno 936 bis zur Kreisstadt Calbe 1919“                                     

     Buch Nr. 1 wieder erhältlich  Buch Nr. 2       ausverkauft

Titel 2: „Dirnen, Templer und Dämonen“

Beide Publikationen werden über den Direktverkauf des Heimatvereins vertrieben und treten z. T. lange Reisen an. Während Titel 1 mittlerweile vergriffen ist, sind von Titel 2 noch wenige Exemplare vorhanden.

 Konzeptvorschläge des HV zur Verwendung des Verkaufserlöses „Stadtkrankenhaus“ 

Durch die Privatisierung des Stadtkrankenhauses im Jahre 2009 standen ca. 5 Mio. Euro zur Verwendung im gemeinnützigen Bereich zur Verfügung. Der Heimatverein beteiligte sich mit eigenen Vorschlägen, die im Wesentlichen auf eine Verbesserung der personellen und materiellen Ausstattung der Heimatstube hin zielten. Alle Vorschläge wurden durch das Finanzamt bzw. die Kommunalaufsicht abgelehnt. Es wurde im Gegenzug angeboten, die Heimatstube im Ganzen dem Heimatverein als aktuellen Nutzer zu übertragen. Solch einem Vorschlag konnte aus bekannten Gründen von Seiten des Vereins, ganz klar, nicht zugestimmt werden. Was bedeutete, dass die bewährte Strategie der finanziellen Gradwanderung, verbunden mit fast 100-prozentigen ehrenamtlichen Tätigkeiten, auch in Zukunft das tragende Konzept sein wird. Angesichts von Bankenrettungen und Steuerverschwendung…, die in diesem Lande an der Tagesordnung sind, ein Armutszeugnis und Provokation zugleich. Diese Praxis wird sich einmal rächen!

Oder wie Karl Kraus einmal treffend bemerkte: „Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten“.

        Blick in den Ausstellungsbereich NOW  Endlich zu Hause-der Schild vom hölzernen Roland    Etwas besonderes, der Stein v. der Stiftskirche  Erinnerungen an 1986

 Aktivitäten zum Stadtjubiläum 1075 Jahre Calbe 

Dieses besondere Stadtjubiläum war für den Verein Ansporn und Herausforderung zugleich. Besondere Aktionen waren u. a.:

  1. Die Gestaltung einer Sonderausstellung zu den stadtgeschichtlichen Höhepunkten „30 Jahre Heimatstube“, „60. Jahrestag des ersten Roheisenabstiches“ und „1075 Jahre Calbe“. Als Attraktion waren der Schild des Rolands von 1656, der Kapitellstein, die Nachbildung des Bronzefundes von 1956 und ein Ratsstuhl von 1890 in der Ausstellung zu sehen. Bis auf die Fundnachbildung sind die anderen Objekte seitdem als Dauerleihgabe in der Heimatstube zu sehen.
  2. Die Vereinsfreunde Steinmetz und Klamm waren die Autoren der Jubiläumsschrift „Geschichte der Stadt an der Saale“, die zum Stadtjubiläum gedruckt wurde. Vor 25 Jahren war der Vereinsgründer Hanns Schwachenwalde für den Inhalt der damaligen  Stadtgeschichte verantwortlich.

 

  Bürgermeister D. Tischmeyer bei der Eröffnung    Zahlreiche Gäste waren zur Eröffnung anwesend Aktivisten der ersten Stunde- U.Wendt/W. Behrend  Die Autoren  Steinmetz, Schwachenwalde, Klamm

Mitarbeit des Heimatvereins in der Denkmalpflege 

Der Heimatverein war sich, von Beginn seiner Existenz an, der besonderen Verantwortung gegenüber dem Erhalt und der Pflege von Denkmalen in der Stadt bewusst. Für die Jahre 2010 und 2011 waren folgende Aktivitäten erwähnungswert:

  1. Rückführung von zwei Memorialsteinen nach Calbe, die sich seit der „Kardinal Albrecht – Ausstellung“ 2005 in Halle befanden, und Aufstellung in der Stephani Kirche.
  2. Der Gedenkstein von 1737 wurde vom Bauhof zur Stephani Kirche umgesetzt.
Hocherfreut über die Rückführung d. Albrechtsteines     Der Stein mit dem Bildnis des hl. Mauritius       Grabungsleiterin Frau Schiefer vor Ort     Die Archäologen in der Hst
   3.  Der bei Straßenbauarbeiten im Jahr 2010, im Bereich des Abzweiges Schönebecker Chaussee nach Zens, gefundene Chausseestein, wurde durch die Initiative des    Vereins gesichert
  1. Der Verein suchte den Kontakt zu den Ausführenden der Grabungen im Bereich Ritterstraße 1 und Kirchplatz. Ein Ergebnis wird sein, dass die Fundstücke der Archäologen und Frau B. Schiefer, die bei den Ausgrabungen im Bereich Ritterstraße 1 gefunden wurden, in einer Ausstellung 2012 in der Heimatstube gezeigt werden.
  2. Die Ausgrabungen auf dem Kirchplatz werden ebenfalls mit Interesse verfolgt und es konnte auch Kontakt mit der Grabungsleiterin hergestellt werden.

 

                                                                                         Marktplatz von Calbe im Frühjahr 2011                                             Aufn. H.Schöne Groß Rosenburg

Besuch aus Burgdorf in der Heimatstube 

Am 16.11.2011 war eine Delegation von der Stadtverwaltung Burgdorf mit dem amtierenden Bürgermeister Baxmann in Calbe. Am Nachmittag waren sie mit Vertretern der Stadtverwaltung Calbe in der Stadt unterwegs. Als Gästeführer fungierte R. Hädecke. Anschließend besuchten sie die Heimatstube.

Weitere gern gesehene Gäste in der Heimatstube waren 2011 folgende Personen:

      Der Landschaftsmaler Steffen Gröbner       Frau Kaufmann-Tochter von G. Kuhl sen.            Till Eulenspiegel alias Ulli Rothe

22.12.2011.

Zum Jahreswechsel 2011 gab es in der Heimatstube ein Novum. Es fand zum ersten Mal in Anlehnung an die Kindermuseumsnacht im Kreismuseum Schönebeck eine Solche in der Heimatstube  statt. Die Idee hatte Marie Christin Kirsten, die Enkelin des Vereinsvorsitzenden Uwe Klamm. Nach gemeinsamer Vorbereitung fand diese erste Kindermuseumsnacht in der Vorweihnachtszeit statt. Sieben junge Damen im Alter von 8 bis 11 Jahren nahmen daran teil. Es wurde gemeinsam gebastelt, Aufgaben gelöst, gegruselt und gefeuerwerkt. Eine gelungene Premiere!

             Üben in alten Schreibtechniken       Gesucht werden Hinweiszettel für ein Rätsel

14.01.2012

Mit der Eröffnung war auch eine Überraschung verbunden. Die Volksbank Magdeburg e. G., als Hausbank des Vereins, war mit ihrer Mitarbeiterin Frau Schneider erschienen. Im Gepäck hatte sie einen Scheck im Wert von 1000€, den sie an den Verein überreichte. Hocherfreut nahm der Vorsitzende die Geldspende entgegen. Wie Frau Schneider ausführte, werden jedes Jahr aus dem Reingewinn des VR-Gewinnsparens der Bank Spenden an soziale und kulturelle Einrichtungen vergeben. 

       Scheckübergabe zur Ausstellungseröffnung

29.02.2012

Zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Calbe Saale e. V. am 29.02.2012 konnten die erschienenen Vereinsmitglieder auf ein erfolgreiches 39. Vereinsjahr zurückblicken. Wesentlicher Grund für die positive Rückschau war die Tatsache, dass im besagten Zeitraum im Vereinsdomizil (Heimatstube) mit Frau Otto und Vfrd. Klamm ein eingespieltes Team dort täglich tätig war. Der große Veranstaltungsrahmen war geprägt durch die Absicherung des Sonntagsdienstes, acht Vorträgen, fünf Ausstellungen und zahlreichen weiteren Aktivitäten, die aus Platzgründen nicht genannt werden können. Insgesamt konnten 1450 Besucher gezählt werden. Ergänzend bemerkt, wird es 2012 schwerer sein, an diese gute Bilanz anzuknüpfen. Der Grund ist das kritikwürdige Rotationsprinzip bei den 1 €-Jobs, welches Kontinuität mit erfahrenen Kräften nicht zulässt. Zusätzlich zur Hauptversammlung stand die Vorstandswahl auf dem Programm, denn alle drei Jahre muss lt. Satzung, dieser neu gewählt werden. Der alte Vorstand stellte sich komplett zur Neuwahl und bekam auch wieder das Vertrauen der anwesenden Mitglieder. Alter und neuer Vorsitzender wurde Uwe Klamm, sein Stellvertreter Dieter Schmeißel und der Schatzmeister Achim Zähle. Zum Abschluss gab es eine Aussicht auf Aktivitäten des neues, übrigens 40. Vereinsjahres, verbunden mit dem Wunsch dass es 2012 gelingen möge, neue Mitglieder zu werben.

 
  Der alte-neue Vorstand des Heimatvereins Calbe  

               Eröffnung durch D.Tischmeyer

       Buchübergabe an den Heimatverein

          Das Diamantene Abitur auf einen Blick

20.04.2012

Sie arbeiteten als Wissenschaftler, Lehrer, Ingenieure und einer war sogar ein bekannter Regisseur, sein Name Helmut Krätzig. Gemeint sind die Abiturienten des Abschlussjahres 1952 der Karl-Marx-Oberschule Calbe, die sich zum 60. Jubiläum, also zu "Diamantenen Abitur" im April 2012 in Calbe trafen. Warum sie sich um einen Termin in der Heimatstube bemüht haben, wurde schnell klar. Bei diesem Treffen wollten sie ihre Klassenchronik, ursprünglich für ihren Klassenleiter und Direktor Horst Reck angefertigt, der Heimatstube übereignen. Dementsprechend hatte sich der Verein vorbereitet und Bürgermeister D. Tischmeyer war trotz Urlaub der Einladung gefolgt. In einer angenehmen, fast feierlichen Atmosphäre, fand die Übergabe statt. Bei frühern Treffen war immer wieder beratschlagt wurden, wie dieses Zeitdokument der Nachwelt erhalten bleiben kann. Der Heimatverein fühlt sich geehrt, dass ihm diese Aufgabe übertragen wurde. Nicht nur diese Tatsache, sondern auch die netten Gespräche im Anschluss, machten aus diesem Treffen ein besonderes Ereignis!

           Das Haus Markt 14             Herr Volker Ludwig gratuliert     Anke Zacharias im Tournierhaus

12.10.2012

An diesem Tag fand ein Novum in der gut 40 jährigen Veranstaltungstätigkeit des Vereins statt. Frau Anke Zacharias aus Schönebeck stellte an diesem Abend das Ergebnis ihrer Nachforschungen zum Gebäude Markt 14 vor. Im Rahmen einer Masterarbeit im Aufbaustudiengang Denkmalpflege an der FHA in Dessau hatte sie sich seit Januar 2012 mit diesem dreigeschossigen Barockbau beschäftigt. Aus der Stadtgeschichte wissen wir, dass der französische Tuchfärbermeister Jean Tournier dieses Haus nach 1725 errichten ließ. In dem gut einstündigen Vortrag, der mit zahlreichen Fotos versehen war, gab Frau Zacharias einen geschichtlichen Abriss, eine Objektbeschreibung, ging relativ tiefgründig auf das im Haus befindliche Wandbild „Persus befreit Andromeda“ ein und stellte abschließend mögliche Nutzungsmodelle vor. Im folgenden Gespräch mit den Zuhörern waren sich alle einig, dass dieses Gebäude „Markt 14“ von hoher städtebaulicher Bedeutung ist. Gerade der Markt mit seinem fast geschlossenen Ensemble  zwei- und dreigeschossiger Wohnhäuser ist ein Aushängeschild für die Stadt. Fester Bestandteil  ist dabei auch das Tounierhaus. Dieses historische Bauwerk ist es auf jeden Fall wert, erhalten zu werden. Zum Schluss bedankte sich Frau Zacharias bei all denjenigen, die sie bei ihrer Arbeit unterstützt haben. Dazu zählen die Stadtverwaltung Calbe, Harald Wanger, der Heimatverein Calbe, Volker Ludwig und die Stadtarchive Calbe und Schönebeck. Dem Heimatverein übergab sie eine Kopie ihrer Masterarbeit zum Verbleib.

40 Jahre Heimatverein Calbe (Saale) e.V.

 

Am 16.11.2012 fand in gemütlicher Runde das diesjährige Speckkuchenessen des Heimatvereins Calbe (Saale) e.V. statt. Als fast immer letzte Veranstaltung in einem Veranstaltungsjahr stand diese Geselligkeit in diesem Jahr unter einem besonderen Motto. Vor 40 Jahren war im Oktober 1972 der Heimatverein, damals noch Arbeitsgemeinschaft „ Heimatgeschichte“ beim Kulturbund der DDR, gegründet worden. Zu diesem Anlass hatte der Vorstand des Vereins ca. 70 Einladungen an die Mitglieder und Ehrengäste verschickt. Gut 40 Vereinsmitglieder und Gäste waren der Einladung gefolgt. Als Spezialgast trat am Anfang des Abends Josefine Lemke vor die Anwesenden und gab in einem ureigenen und typischen Comedybeitrag ihre Darstellung der Vereinsentwicklung zum Besten. Dazu hatte sie sich in der vereinseigenen Website genügend Faktenmaterial zur Geschichte und Aktivitäten lesen können. Sie erinnerte u.a. an Hanns Schwachenwalde, der 1972 den Verein gegründet hatte. Dieser erhielt, genauso wie die beiden dienstältesten Mitglieder, konkret Vereinsfreundin Erna Meyer und Anni Mikoleit, eine Ehrenurkunde und ein Spezialgeschenk überreicht. Weiterhin wurde den Vereinsfreunden gedankt, die seit vielen Jahren die Einladungen zu den Veranstaltungen des Vereins im Stadtgebiet verteilen. Das sind Vereinsfreundin R.Badelt und die Vereinsfreunde D. Schmeißel und U.Klamm. Last but not least erhielt Vereinfreundin S. Zähle einen Blumendank für den wieder außerordentlich köstlichen Speckkuchen. Ebenso wurde auch das Geburtstagskind Heimatverein beschenkt, in dem Falle vom „Roland von Plötzky“ alias Wilfried Kiske, den heimischen Künstlern Otto Plönnies und Hans Both und von der Stadtverwaltung Calbe. Bevor ein eigens für diesen Tag mit regional typischen Gerichten, inklusive Speckkuchen, vorbereitetes Büfett eröffnet wurde, überreichte der Vereinsvorsitzende den Anwesenden eine Chronik für den Zeitraum 2002 bis 2012. In dieser so genannten Ergänzungschronik sind einzelne Aktivitäten, z.T. mit Foto, Kritisches und Aussichten für die Zukunft dargestellt. Nicht nur für Statistiker interessant, sind in den 10 Jahren gut 133 Veranstaltungen mit 3636 Teilnehmern organisiert worden. In der Galerie der Heimatstube waren 49 Ausstellungen zu sehen gewesen und fanden bei 12805 Besuchern Anklang. Neben der aktuellen Einschätzung der Vereinsarbeit, wagte man auch einen Blick in die Zukunft. An oberster Stelle stehen dabei der Erhalt der Heimatstube, Weiterführung der Veranstaltungs- und Chronistentätigkeit und die Mitarbeit beim Erfassen von Kulturlandschaftselementen. Die Weiterführung der Vereinsziele, dabei Stärkung der Heimatverbundenheit und Wahrung von Traditionen, sind auch in einem zusammenrückenden Europa wichtig für die eigene Identität! Nach der kulinarischen Stärkung gab es noch reichlich Zeit für einen Rückblick in die Vereinsgeschichte. Dazu war eine kleine Ausstellung mit bebilderten Tafeln unter der Überschrift „ erkennen&erinnern“ gestaltet worden und eine kleine Auswahl von historischen Sachzeugnissen konnten besichtigt werden.

Der Vorstand des Heimatvereins möchte sich an dieser Stelle bei allen Helfern, der Mannschaft des Hotels zur Altstadt, beim GCC für das Drucken der Ehrenurkunden und bei der CWG Calbe für die finanzielle Unterstützung der Jubiläumsfeier bedanken.

 

      Die Ausstellung " erkennen&erinnern "            Josefine Lemke in Aktion                     Blick zur langen Tafel    Die Ausstellung wird in Augenschein genommen
                         Dank an Josefine                Gratulation der Ur-mitglieder      Toller Speckkuchen von Vfrnd. Zähle                    Das Büfett ist eröffnet

Dr Seeger Vermächtniss 2013/2014

Im Sommer 2013 bekam der Heimatverein Calbe die Möglichkeit eines Besuchs in Falkensee zum Wohnhaus von Dr. P.G. Seeger. Dort trafen sich Heimatfreunde mit der jüngsten Tochter von Dr. Seeger. Vor Ort konnten die Heimatfreunde aus Calbe eine Unmenge Informationen zum Leben und der Arbeit dieses begnadeten Wissenschaftlers sammeln. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste aus Calbe von den noch vorhandenen Gegenständen aus der Schaffenszeit Seegers. So konnten die Heimatfreunde im Nachgang mit einigen dieser Zeitzeugnisse eine Vitrine in der Heimatstube Calbe gestalten. Als ein Jahr später die Tochter und Enkeltochter Gäste in Calbe waren, wurden weitere Informationen ausgetauscht. Einen Satz soll Vater und Großvater Seeger immer geprägt haben, der da lautete: „Lieber ein eckiges Etwas, als ein rundes Nichts“. Der Heimatverein wird das Andenken und Vermächtnis dieses einzigartigen und streitbaren Menschen, als Sohn unserer Stadt, eine stete Erinnerung bewahren!  

        Die Seeger Ecke in der Heimatstube            Elisabeth und Paul Gerhard Seeger                 Der Grabstein in Falkensee           Tochter und Enkeltochter Seegers in Calbej
   

575 Jahre Fischereibrüderschaft „St. Nicolai“ Calbe

Als Heimatverein blicken wir auf 42 Jahre Vereinstätigkeit zurück, andere Vereine sind sogar über 100 Jahre alt, was ebenfalls eine respektable Leistung ist. Doch am 21.03.2014 wurden alle diese Jubiläen um Längen, besser Jahre, besser Jahrhunderte, geschlagen.An diesem Tage hatten die Nachfahren der Fischereibrüderschaft „St. Nicolai“ zu Calbe zur 575. Jahrfeier in die Heimatstube eingeladen. Im Vorfeld gab es eine Anfrage an den Heimatverein zur Nutzung des Hauses für die Ausrichtung dieser Jubiläumsfeier. Wer sollte da nein sagen?Der Einladung gefolgt waren Nachfahren der legendären Fischerfamilien Kegel, Sonntag und Assmann. Vertreter des Heimatvereins waren ebenfalls eingeladen worden.Dem Anlass entsprechend wurde die „Neue Galerie“ hergerichtet. Der Spiritus rector des Abends war Steffen Held, Nachkomme der alten Fischerfamilie Kegel. Nachdem man sich u.a. auch mit Fisch gestärkt hatte, hielt Vfrd. Dieter Steinmetz einen Vortrag zur Geschichte der Brüderschaft. Anschließend referierte Steffen Held über die Ergebnisse seiner Forschung und präsentierte seltene Dokumente, darunter Siegel, Urkunden und die alte Lade der Fischereibrüder.Der Abend klang aus mit verschiedenen Geschichten rund um das Thema „Saale“, „Fischerei“ und Erinnerungen der Nachfahren. Obwohl die Brüderschaft, wenn man so will, nur noch auf dem Papier existiert, war der Abend der Beweis, dass das Andenken an diese traditionsreiche Vereinigung noch heute anhält.

 

                   Steffen Held bei seinem Vortrag         Alle Teilnehmer der Jubiläumsveranstaltung             Zeugnisse aus der Innungstruhe

 

Eine Tafel für die Nicolais

Als am 14. Mai 2014 an der Seniorenwohnanlage Bernburger Straße 70 B, der früheren Wolldeckenfabrik, eine Tafel zur Erinnerung an die Fabrikantenfamilie Nicolai enthüllt wurde, erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch des Heimatvereins Calbe.Vor fast 4 Jahren, als der Eigentümerwechsel dieser Einrichtung stattfand, wurde im Verein die Idee geboren, dieser berühmten Familie mit einer Tafel zu gedenken. Dazu wurde Mitte des Jahres 2010 mit dem neuen Besitzer, dem AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. Kontakt aufgenommen. Die Tafel war allerdings nicht der einzigste Wunsch der Heimatfreunde an die AWO. Dazu kamen noch: a) die Umsetzung der Altarplatte vom Verwaltungsgebäude b) die Möglichkeit einer Namensänderung von ehemals Stadtkrankenhaus in Dr. Seeger KrankenhausDr. Seeger ist ja bekanntlich der berühmte Krebsforscher, der 1903 in Calbe geboren wurde.Trotz mehrfacher Nachfragen dauerte es bis zum Jahr 2014 mit der Realisierung der Erinnerungstafel. Als am Enthüllungstag Hanns Schwachenwalde die Gelegenheit bekam, Ausführungen zur Familiengeschichte der Nicolais zu machen, wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, warum diese Tafel längst überfällig war. Sie ist praktisch nicht nur eine Erinnerung an ein Kapitel Tuchmachergeschichte unserer Stadt, sondern Vermächtnis und Aufforderung zugleich, fortschrittliche Ideen und Gedanken sowie Verantwortungsbewusstsein für die Allgemeinheit nicht aus den Augen zu verlieren, denn das gelebte Miteinander von damals ist auch heute noch wichtig und keineswegs unmodern.

     Hanns Schwachenwalde bei seinen Ausführungen                          Die Tafel wird enthüllt

Heimatvereine treffen sich in Calbe

Zum dritten Mal fand das Treffen der Kultur- und Heimatvereine des Salzlandkreises statt. Austragungsort war dieses Mal die Heimatstube Calbe. Die Idee für diese Art Erfahrungsaustausch wurde vor gut 3 Jahren im Heimatverein Ilberstedt geboren. Der dortige Vorsitzende Vrfd. Roland Halang, bekannt durch die Kannensammelaktion, war sozusagen der Initiator. Nach dem Treffen in Ilberstedt und Freckleben war dieses Mal Calbe an der Reihe. 12 Vertreter von Vereinen waren der Einladung gefolgt. Als Gastredner konnte Herr Prof. Reuter vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt gewonnen werden. In seinem Vortrag „Unterwegs – Kulturlandschaftselemente des Transports und Verkehrs“ wies er darauf hin, wie wichtig der Erhalt alter Straßen, Brücken usw. in ihrer Bedeutung für die Kulturlandschaft sind. Es ist schon erstaunlich, dass alte Verkehrswege, wie Chausseestraßen, die vor weit 100 Jahren angelegt worden waren, heute noch funktionstüchtig sind. Im Verlauf der Veranstaltung wurden auch allgemeine Probleme, mit denen Heimatvereine konfrontiert werden, diskutiert. An erster Stelle stehen das Überalterungsproblem, die mangelhafte Unterstützung durch die Gemeinden und Jobcenter und der ungenügende Informationsfluss zwischen Kommune und Verein. Es wurde eingeschätzt, dass der Arbeit der Heimatvereine mit Blick auf die Chronistentätigkeit, Traditions- und Denkmalpflege, touristische Aktivitäten und bei der Wissensvermittlung an Schulklassen auch in Zukunft eine nicht zu unterschätzende Rolle zukommt. Ebenso hat man sich daran gewöhnt, dass die fast zu 100 % ehrenamtliche Tätigkeit relativ kostenneutral von statten geht. Nach der Mittagspause stellte der Heimatverein Calbe die Stadtgeschichte per DVD vor, die Heimatstube wurde besichtigt und eine Führung im Außengelände angeboten. Am Ende des Treffens hat Vfrd. Halang einige Kaffeekannen im Gepäck und den Austragungsort für 2015 beim Treffen Nummer 4 dieser Art.

          Herr Halang eröffnet die Veranstaltung              Prof. Reuter hält seinen Vortrag                 Gruppenfoto vor dem Backofen

Schenkungen zur NOW-Geschichte erhalten

Mitte April 2015 konnte die Heimatstube Calbe zwei Mitglieder der Interessengemeinschaft „Niederschachtofenwerk“, konkret Dr. Heinz Dieter Uhlig und Horst Schoppe begrüßen. Beide waren in ihrer beruflichen Laufbahn in leitenden Funktionen im damaligen Niederschachtofenwerk Calbe tätig gewesen. Im Gepäck hatten sie Schenkungen für die Heimatstube, die den Fundus im Bereich Niederschachtofenwerk wesentlich ergänzen. Konkret waren es folgende Dinge:Herr Dr. Uhlig übergab seine Sammlung mit verschiedenen Proben von BHT-Koks, Eisenerzen, Laufschlacke und Roheisen aus den 50er und 60er Jahren, die in Calbe eingesetzt bzw. erschmolzen worden waren. Dazu eine entsprechende Beschreibung der Dinge.Herr Schoppe, aktuell Leiter der IG „Niederschachtofenwerk Calbe“, hatte ein druckfrisches Exemplar der Ausarbeitung „Erinnerungen Teil 1 von Baake bis Zwahr“ mitgebracht. Darin sind 56 Kurzportraits von Mitgestaltern des Niederschachtofenwerkes Calbe 1951-1970 nieder geschrieben. Dazu kommt noch ein Teil 3, wo sämtliche Publikationen mit Beziehung zum NOW Calbe 1951-1970 vermerkt sind.Beide Schenkungen sind von hohem Stellenwert für die historische Bewahrung dieses einmaligen Kapitels Industriegeschichte unserer Heimatstadt. Dafür seien an dieser Stelle beiden Herren herzlichen Dank gesagt.  

       Die Sammlung der verschiedenen Proben         Übergabe der aktuellen Publikation             Familie Uhlig vor ihrer Waschwannep

 

Firmengeschichte fand Einzug in die Heimatstube

Nach der Glockengeschichte von Frau Wendt, siehe CB 07-15, riss der Kontakt zu ihr nicht ab. Bekanntlich gehört Frau Wendt mit zu den Erbauern der Heimatstube, die vor gut 35 Jahren diese museale Einrichtung entstehen ließen. Ihr Mann Wilhelm hat damals viele Schlosserarbeiten für die Gestaltung des Objektes übernommen und umgesetzt. Mit dem zur Verfügung gestellten Material konnte nun in der Handwerkerstube die Firmengeschichte von 1903 bis 2011 dargestellt werden. Dafür möchten wir an dieser Stelle Frau Wendt herzlich Danke sagen.

        Frau Wendt mit ihrer Glockensammlung    Das Haus in der Scheunenstraße           Die Firmenausstellung in der Heimatstube

Besondere Gäste des Heimatvereins

        Die Mannen um Thietmar von Merseburg        Martin Patzelt Gast zum Bollenfest 2015      Ihre Hoheiten Clara I. und Bettina I. zu besuch

Hanns mit zwei „N“

Am 25.November 2015 feierte Hanns Schwachenwalde einen runden Geburtstag, er wird stolze 90 Jahre alt. Grund genug, ihm diese Zeilen zu widmen. Ich kenne Hanns seit 1983, als ich an einer Stadtführung teilnahm, die er organisiert hatte und selbst durchführte. Ich war beeindruckt, da gab es jemanden, der ohne sichtbares Manuskript, so viele Fakten über Calbe zu erzählen wusste. Das gefiel mir und ich trat in die Arbeitsgemeinschaft „Heimatgeschichte“ beim Kulturbund der DDR ein. Diese hatte Bundesfreund Schwachenwalde selbst 1972 ins Leben gerufen. Viele Jahre verkörperte er Vorsitzenden, Kassierer und Referent in einer Person. Zurück zum Anfang. Nach Kriegsende, den er noch als Soldat erlebte, wurde er Neulehrer, Ehemann und Familienvater und engagierte sich seiner christlichen Überzeugung wegen in der CDU. Schon in diesen Jahren beschäftigte er sich mit Stadt-und Regionalgeschichte. Als ich 1986 den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft übernahm, holte ich mir oft Rat bei ihm. Sein Ehrgeiz und Ideenreichtum waren schier unerschöpflich. Er lebte sein Hobby, was nicht immer leicht mit den Interessen der Familie unter einen Hut zu bringen war. Beim Heimatstubenaufbau war er ebenfalls aktiv dabei. So hat er im Laufe der Jahre über 100 Titel (Vorträge, Manuskripte…) zur Heimatgeschichte verfasst. Er bekam für sein ehrenamtliches Engagement die „Wilhelm Loewe Medaille“ und 2006 wurde er Ehrenmitglied im Heimatverein. Ehrlich gesagt, ich kenne keinen Menschen, der sich mehr für seine Stadt eingebracht hat, als er. Als Lehrer hatte ich ihn nie, dafür laden ihn heute noch unzählige ehemalige Schüler zu Klassentreffen ein. In einem Gedicht, welches vor einigen Jahren bei einer ähnlicher Gelegenheit für ihn verfasst wurde heißt es: „Alles Jute, Jesundheit un noch ville Uffenthalt ins irdische Sein-das soan dich deine Freinde von Heimatforein. So will ich es auch heute noch stehen lassen.

      Hanns bei seinem letzten Vortrag 2015                 Beim Selbststudium zu hause            Hanns und sein Freund J.Schildknecht 

Februar 2016

Nach 14 Jahren Ausstellungstätigkeit in der „Neuen Galerie“ der Heimatstube Calbe war es mal wieder nötig, die Lokalität zu renovieren. Leider musste die geplante Erneuerung des Fußbodens trotz dreier Angebote wegen Finanzproblemen beim Stadthaushalt auf später verschoben werden. Dafür klappte die malermäßige Instandsetzung besser. Die ortsansässige Firma von Franz Schablow übernahm und das sogar kostenneutral für den Verein bzw. die Stadt die Renovierung der Wände in der Galerie. Nun erscheint die Räumlichkeit wieder in frischem Aussehen. Dafür sei an dieser Stelle Herrn Franz Schablow herzlichen Dank gesagt.

            Die Malerbaustelle "Neue Galerie"        Frisch ans Werk                  Malermeister Franz Schablow

März und April 2016

Was geschieht nicht selten mit alten Fotoalben? Sie landen im Müll. Sechs von diesen Exemplaren blieb dieser Weg der Entsorgung erspart. Sie existieren weiter in der Heimatstube Calbe, denn ihre Besitzer reichten sie als Schenkung an uns weiter. Konkret war es Ulrich Lichtenfeld, der 3 Alben seines Vaters Gerhard verschenkte. Dort hatte der Lehrer Gerhard Lichtenfeld u.a. die baulichen Veränderungen in Calbe Anfang der 1950er Jahre im Bild festgehalten. Das vierte Album ist eben­falls aus diesem Jahre. Das Geschwisterpaar Hartmann hat es der Heimatstube übergeben. Vater Günther Hartmann, Jg. 1918 hatte in den 1930er Jahren im Kaufhaus Rinow, später großer HO, Dekorationsmaler gelernt. Im Album sind zahlreiche Schaufensterdekorationen des KONSUMs Calbe aus den Nachkriegsjahren zu sehen. Es ist schon erstaunlich, mit wieviel Fantasie, Geschicklichkeit und Fachwissen Schaufenster dekoriert worden. Das sechste Album erhielten wir von Maria Bußmann, sie hat es im Nachlass ihrer Schwiegermutter Agnes Underhorst, Erzieherin in Calbe, gefunden. Dort sind neben persönlichen Aufnahmen auch kolorierte Postkarten von Calbe zu finden. Ein besonderes Geschenk erhielt die Heimatstube von Familie Karl-Heinz Braun, die in ihrer Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt Calbe das Buch“Aus Sturm und Noth-Selbstschriften-Album des deutschen Reiches“ von 1881, anlässlich der Gründung der "Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ übergaben. Dort sind Bilder und Eintragungen berühmter Persönlichkeiten, die sich bestimmt auch finanziell an der Gründung dieser Gesellschaft beteiligt haben, enthalten. Darunter auch ein Vers mit Unterschrift des Reichstagsabgeordneten Dr. Wilhelm Loewe aus Calbe.

Allen Spender sei herzlich Danke gesagt!  

      Die Herren Volke, Steinmetz und Lichtenfeld                Karin und Karl-Heinz Braun                      Die Geschwister Hartmann

 

Die Heimatstube und ihr 35 jähriges Jubiläum

Am 10. April 2016 jährte sich bekanntlich die Eröffnung der Heimatstube Calbe zum 35. Mal. Aus diesem Anlass wurde durch den Verein eine Biberpostbriefmarke mit der Vorderfront der Heimatstube und dem Schriftzug „35 Jahre Heimatstube“ in Auftrag gegeben. Gesponsert wurde dieser Druck vom Lottogeschäft Neuling. Dann fand am 27.04.2016 eine Zusammenkunft mit ehemaligen Erbauern und Vereinsfreunden des Heimatvereins Calbe (Saale) e.V., der aktuell Nutzer der Heimatstube ist, statt. In gemütlicher Runde wurde über die Vergangenheit, speziell über so manche Besonderheit aus den Tagen des Aufbaus, berichtet. Es war auch nach 35 Jahren noch deutlich der Pioniergeist von damals zu spüren. Der Vorsitzende des Heimatvereins dankte allen Mitgliedern der sogenannten Aufbauleitung für ihr tolles Engagement. Er versprach den anwesenden Aktivisten, dass es auch weiterhin das Ziel des Vereins ist, „ihre Stube“ zu erhalten und in ihrem Sinne weiter zu führen. Bei der gemeinsamen Besichtigung wurde an so manches Detail von damals erinnert. Ein kleines Geschenk, inklusive o.g. Briefmarke, rundete den gemütlichen Kaffeenachmittag ab.    

      Markenübergabe durch Herrn Neuling      Die Jubiläumsmarke      Christa Schulz schneidet die Jubiläumstorte an      Erbauer von damals in der Handwerkerstubeu

Sponsoring und andere Nettigkeiten im Jahre 2016

Bekanntlich ist die gesamte Vereinsarbeit in der Heimatstube und darüber hinaus ehrenamtlich. Finanzielle Unterstützung für diese Art Freizeitbeschäftigung gibt es trotzdem. Einmal durch festen Sponsoring und dann durch spontane oder gezielte Zuwendungen. Im zweiten Halbjahr 2016 gab es in dieser Beziehung drei Mal Anlass zur Freude.

1. Der Sponsoringvertrag zwischen dem Heimatverein Calbe und der Firma Avacon AG wurde wieder um 3 Jahre verlängert. Aus diesem Grund war der Firmenvertreter Herr Braumann am 13.11.2016 in der Heimatstube, wo im Beisein von Calbes Bürgermeister Sven Hause und Vertretern des Vereins der Vertrag unterzeichnet wurde.

2. Gut einen Monat später erhielt der Heimatverein von seiner Hausbank, der Volksbank Magdeburg eG, fünf gerahmte Bilder vom Calber Maler Karl Raabe als Dauerleihgabe. Die Bilder hingen viele Jahre in der Zweigstellen der Bank in Calbe und Schönebeck. Durch lokale Veränderungen suchte die Bank nun neue Unterbringungsmöglichkeiten. Die Heimatstube ist per Leihvertrag nun das neue Zuhause dieser Kunstwerke.

3. Ende Oktober/ November 2016 nahm der Heimatverein mit einem Bewerbungsangebot am Ausscheid „EMS-Weihnachtsspende 2016“ teil. Hintergrund war der, eine originelle Projektidee für die Jugendarbeit bei der EMS einzureichen. Am Donnerstag, den 22.12.16 waren alle teilgenommenen 15 Heimatvereine zur EMS eingeladen. Dort wurde jedem Verein ein Scheck von 650€ überreicht.

Resümee: Bei allen Sponsoren und Unterstützern möchte sich der Heimatverein herzlich bedanken! Diese Art der Zuwendung ist eine große Hilfe für die zielgerichtete Arbeit im Verein.

Die Herren Hädecke,Braumann und Hause vor Ort   Herr Kober von der Volksbank bei der Übergabe       Die 15 Preisträger nach der Scheckübergabe

Hanns Schwachenwalde                  Ein Leben für die Heimatgeschichte

Das Herz eines Heimatforschers hat aufgehört zu schlagen. Hanns Schwachenwalde verstarb Anfang Februar 2017 im gesegneten Alter von 91 Jahren. Jeder, der sich für Stadt- und Heimatgeschichte interessiert, kommt an dem Heimatforscher Hanns Schwachenwalde nicht vorbei. Seit gut 6 Jahrzehnten betätigte er sich als Ortschronist und Heimatforscher. Alles angefangen hat in den 1960er Jahren, als er als Neulehrer sein Interesse an der Geschichte der Heimat entdeckte. Dieses Hobby wurde zu seiner Berufung. Er beschäftigte sich mit vielen Bereichen des täglichen und gesellschaftlichen Lebens in unserer Stadt. Sein Quellenstudium reichte vom intensiven Archivaufenthalt bis zum freundschaftlichen Kontakt mit seinen Mitmenschen. Diese Informationen brachte er umgehend zu Papier und schuf damit die Grundlage für unzählige Schriften, Artikel und Vorträgen. Gekrönt wurde diese ehrenamtliche Tätigkeit mit der 1972 erfolgten Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Heimatgeschichte“ beim Kulturbund der DDR. Er scharrte ein Dutzend Gleichgesinnter um sich und legte damit den Grundstein für den noch heute existierenden Heimatverein Calbe. Dafür wurde er ab 2012 Ehrenmitglied. Was Hanns Schwachenwalde bis zum Tode auszeichnete, war neben seiner unermüdlichen Forschung sein Ideenreichtum. Wenn es darum ging, dieses Wissen zum Wohle der Stadt einzusetzen, stellte er persönliche Belange in den Hintergrund. Er wurde regelrecht zur Instanz in Sachen Stadt- und Regionalgeschichte, weit über die Grenzen Calbes hinaus. Noch heute feiern wir sein „Traditionelles Bollwurstessen“, mittlerweile zum 39. Mal. Als der Heimatverein im April 2016 die Erbauer der Heimatstube zum 35. Jubiläum einlud, war auch Hanns Schwachenwalde dabei. Er gehörte ebenfalls seit 1980 mit zu der Gruppe der Erbauer. Er erhielt den „Loewepreis“ für sein beispielloses Engagement. Der Heimatverein heute fühlt sich verpflichtet, sein Lebenswerk zu wahren und fortzusetzen.

 Vorstand des Heimatvereins Calbe (Saale)e.V.

 Hanns beim Vortrag zum Schloss                 Hanns und sein Drahtesel      Gast beim Traditionellen Bollwurstessen 2016     unser Hanns als Till in Bernburg

 

Jahreshaptverammlung am 22.02.2017

Ende Februar 2017 fand in der Heimatstube Calbe die diesjährige Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Calbe (Saale) e.V. statt. Schwerpunkte der gesetzlich vorgeschriebenen Veranstaltung sind der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden und der Kassenbericht des Schatzmeisters. Vom Vorsitzenden wurde mit Beamer und entsprechenden Fotos an das 44. Vereinsjahr erinnert. Eigentlich war das Jahr über immer was los im Verein. Zwölf Veranstaltungen, u.a. Vorträge, Exkursionen und gesellige Veranstaltungen waren organisiert worden, da sind die Veranstaltungen mit Kitas und Hort der Grundschule noch nicht einmal mitgerechnet. In der „Neuen Galerie“ zeigten Künstler in 3 Ausstellungen ihre Werke. Besonderer Höhepunkt war wieder einmal die Gestaltung der Weihnachtsspielwiese, die von 532 großen und kleinen Gästen besucht wurde. Eine Mutti war zum gemütlichen Spielen im weihnachtlichen Ambiente mit Tochter sieben Mal erschienen, für die Organisatoren im Nachhinein ein besonderes Kompliment! Im Schatzmeisterbericht wurde eine ausgeglichene Kassenlage dargestellt, dank pünktlicher Beitragszahlung und Zuwendungen von Sponsoren. Allen Freunden, Referenten, aktiven Mitgliedern, den Mitarbeitern des zweiten Arbeitsmarktes, Sponsoren, der Stadtverwaltung…wurde am Ende herzlich Dank gesagt. Das 45. Vereinsjahr hat bereits begonnen und so geht die ehrenamtliche Arbeit in eine neue Runde.

                  Blick zum Schleusenkanal              Unsere Bude zum Stadtfest 2016                Ein Gast aus Neuseeland         Immer dabei-die Teichspatzen aus Brumby

Zusammenarbeit mit dem Industriemuseum Schönebeck

Am 13.Mai 2017 wurde im Industriemuseum iMUSEt Schönebeck eine besondere Dauerausstellung eröffnet. Auf den dazugehörigen Flyern war die Bezeichnung „Künstlerstadt Schönebeck“ zu lesen. Das trifft den Nagel nicht ganz auf den Kopf, denn von den 56 Künstlerinnen und Künstlern, die Platz in der Dauerausstellung fanden, kommen einige aus der Region. Konkret aus Calbe sind es die Maler(innen) Hans Both, Renate Däumichen, Rudolf Fritsch, Günther Kraatz, Albert Otto Langerbeck, Otto Plönnies, Jutta Gampe und Karl Raabe. Als Herr Dr. Georg Plenikowski, seines Zeichens Präsident des Museums, in Calbe in der Heimatstube dieses Projekt vorstellte, fand er unsere spontane Zustimmung. Da sollte ein Ort geschaffen werden, der das künstlerische Wirken regionaler Künstler in einer Dauerausstellung für die Nachwelt wach hält, eine tolle Idee. Alle die o.g. Maler aus Calbe haben sich selbst oder sind in Erinnerung ihres Wirkens von uns in verschiedenen Ausstellungen im Haus präsent gewesen. So fiel es uns nicht allzu schwer, unseren Anteil an der Ausgestaltung der Dauerpräsentation zu leisten. Im Ergebnis kann man mindestens ein Werk des jeweiligen Künstlers in der Ausstellung besichtigen und dazu noch aus einer Datenbank Kurzbiografie und weitere Bilderbeispielen des jeweiligen Künstlers aufrufen. Damit ist es möglich, die unterschiedlichsten Stilrichtungen der Protagonisten sichtbar zu machen. Man kann sich so auf eine künstlerische Zeitreise begeben. Geöffnet ist das Museum, welches sich in der Ernst-Thälmann-Straße 5a befindet, samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr. Aber nehmen Sie sich etwas Zeit mit!

                Blick in einen Ausstellungsraum            Flyer zur Eröffnung         Beispielbild von Albert Otto Langerbeck